Wiking

| Gründungsjahr: | 1931 |
| Gründer: | Friedrich Karl Peltzer |
| Hauptsitz: | Berlin |
Geschichte:
Friedrich Karl Peltzer wurde am 05.02.1903 in Berlin geboren. Als Sohn eines Offiziers der kaiserlichen Marine kommt er sehr früh mit der Seefahrt in Berührung, so galt schon bald sein Interesse dem Schiffsmodellbau. Er beeindruckte auch Außenstehende mit seiner außergewöhnlichen Fingerfertigkeit und der Liebe zum Detail, was die Ausgangsbasis für ein ambitioniertes Unternehmen war. Am 03.12.1939 wird die "Wiking-Modellbau Peltzer & Peltzer" ins Handelsregister eingetragen. Peltzer fertigt seine Modelle im Maßstab 1:1250, später im Maßstab 1:1275, wobei die Wasserlinien-Modelle nicht das einzige Tätigkeitsfeld der jungen Firma bleiben. Auf Bestellung werden auch Schiffe im größeren Maßstab gebaut. Mit der Zeit folgen den Schiffen auch Modelle von Autos und Flugzeugen, welche bereits ab 1939 aus Kunststoff hergestellt werden. In dieser Zeit entstehen auch Wehrmachts-Modelle in Metallguss ohne bewegliche Räder. Auf der Herbstmesse 1938 werden die ersten Muster der Wiking-Verkehrsmodelle im Maßstab 1:200 vorgestellt. Während des 2.Weltkrieges wird das Unternehmen zum Rüstungsbetrieb erklärt. Man erkennt rasch, dass nach Vorgaben hilfreiche Schiffs-, Flugzeug- und Fahrzeugmodelle für Schulungen und Erkennungsdienste bereitgestellt werden können. In der Nachkriegszeit wird die Produktion von Friedrich Peltzer wieder aufgenommen, der Wiederaufbau des Unternehmens beginnt. Das Volkswagenwerk in Wolfsburg zählt zu den ersten Kunden, gebaut werden Modelle im Maßstab 1:40. Auch gehören schon bald die Modelle für die Schlepper-Industrie dazu. Abgesehen von den Stahlachsen werden die Modelle nun ausschließlich aus Kunststoff gefertigt. Nun wächst das Programm ständig und es werden die ersten Katalge gedruckt.
Im Jahre 1952 werden die Verkehrsmodelle mit Bodenplatten und Laufachsen ausgestattet, auch gewinnen sie durch die Annäherung an den Maßstab H an Authentizität und Funktionalität. Das Unternehmen legt immer mehr Wert auf Detailtreue, wie u.B. durchbrochene Autofenster, auch werden deutliche Fortschritte bei der Gestaltung gemacht. Um 1959 werden viele der alten Formen auf den neuen Qualitätsstandard umgebaut, 1966 ergänzen erste Inneneinrichtungen die bis dahin aus Karosserie, Bodenplatte und Fensterteil bestehenden Verkehrsmodelle. Im Jahre 1969 ergänzt Wiking sein Lieferprogramm um die Wiking-Mini-Modelle im Maßstab 1:160, naturgetreue Standmodelle, von beweglichen Rädern ist man jedoch noch weit entfernt. Im Jahre 1981 stirbt Friedrich Peltzer, sein Lebenswerk bleibt jedoch unvergessen. Die Geschäfte werden zunächst von einem Nachlasspfleger übernommen. Am 01.07.1984 ist der Fortbestand der Wiking-Modelle gesichert, die Sieper-Gruppe übernimmt die Firma Wiking-Modellbau Peltzer & Peltzer, welche zu Wiking Modellbau GmbH & Co. KG umfirmiert wird, die Eigenständigkeit der Wiking-Produktphilosophie bleibt erhalten. Im Jahre 1985 führt die Einführung einer neuen Maßstabsprämisse zur exakten Einhaltung des Maßstabes 1:87, auch bei den Fahrgestellen und Fahrerhäusern sind sichtbare Fortschritte zu verzeichnen.
Im Jahre 1987 erfolgt der Umzug in neue Räumlichkeiten, mit Millioneninvestitionen erfährt die Produktion eine Erneuerung. Das Unternehmen rüstet sich für den wachsenden Wettbewerb auf dem Modellmarkt. Ab dem Jahre 1990 werden auch die neuen Bundesländer ins Wiking-Vertriebsnetz einbezogen, Wiking überrascht später mit dem Trabant 601 als Symbol der Wiedervereinigung. Im Jahre 1994 werden erstmals für VW wieder exklusiv produzierte Modelle im Maßstab 1:40 aufgelegt, der Erfolg ist überwältigend, und es folgen weitere Ergänzungen. Die Sieper-Werke GmbH & Co. KG übernimmt die Firma Roskopf-Miniaturmodelle, die Philosophie von Roskopf bleibt jedoch eigenständig. Nun erscheint auch erstmals das jährlich erscheinende Wiking-Magazin. Euro-Modelle sind ab 1995 durch die Flagge der EU am Wiking-Logo zu erkennen, auch der IAA wird im Jahre 1996 der Mercedes Benz Actros präsentiert. Nun kommen jährlich Fahrzeuggenerationen hinzu, zum Jahresende feiert der Mercedes Benz 220 S Premiere. Im Jahre 1998 gewinnt plötzlich der Käfer neue Popularität, der New Beetle, im Maßstab 1.87 umgesetzt, sorgt für Furore, da erstmals bewegliche Achsen realisiert wurden. Bei der Nürnberger Spielwarenmesse im Jahre 1999 gehörte Wiking zu den Ausstellern der ersten Stunde, Wiking präsentierte rechtzeitig zum Ausklang des Jahrhunderts den kleinsten Beetle der Welt, 160fach verkleinert und mit drehenden Achsen. Auch begann die Serie von "Wiederauffliegern" historischer Landwirtschaftsmodelle im "großen Maßstab". Auch im Jahr 2000 bleibt das Unternehmen seinen Prinzipien treu, was zahlreiche Neuerscheinungen zum Jahresauftakt bewiesen. Im Jahre 2001 trumpfte Wiking zur Nürnberger Spielwarenmesse mit einer besonderen Überraschung auf: Der Eurocopter EC 135 wurde in 87-facher Verkleinerung vorgestellt. Auch sorgte Wiking in diesem Jahr für die markentypische Modellkontinuität, so wurde der Mercedes-Benz Econic als außergewöhnliches Modell mit Metz-Drehleiter vorgestellt und der MAN TG-A erlebte seine Serienpremiere. Anlässlich des 150jährigen Jubiläums der Berliner Feuerwehr widmete Wiking dieser 3 historische Modelle. Auch in der Folgezeit blieb Wiking seiner jahrzehntelangen Modellphilosophie treu und präsentierte weiterhin zahlreiche Neuheiten.
Produktpalette:
Spielzeug-Miniaturen
Besonderheit:
Auf der regelmäßig in Köln stattfindenden Wiking-Auktion erzielte im Juni 2006 ein maisgrüner Mercedes-Tankwagen 10.100 Euro, und ist somit das teuerste jemals gehandelte Wiking-Auto.
Weblinks
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