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Siemens

  
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Siemens


Siemens
Gründungsjahr: 1847
Gründer: Werner von Siemens
Hauptsitz: Berlin und München

Entstehung des Firmennamens:

Dieser geht auf den Firmengründer, Werner von Siemens, zurück.

Geschichte:

Mit der Erfindung des Zeigertelegrafen legt Werner von Siemens im Jahre 1847 den Grundstein für sein Unternehmen. Am 12. Oktober erfolgt die Gründung der "Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske" in Berlin. 1848 wird die erste elektrische Ferntelegrafenlinie Europas zwischen Berlin und Frankfurt a.M. mit einer Länge von über 500 Kilometern gebaut. 1850 übernimmt Wilhelm Siemens die Agentur von Siemens & Halske in London, 3 Jahre später ist der Baubeginn des russischen Staatstelegrafennetzes, 1988 wird eine russische Zweiggesellschaft gegründet. Im Jahr 1956 entwickelt Werner von Siemens den Doppel-T-Anker, 1863 entsteht das erste Siemens-Kabelwerk in Woolwich in England. 1966 entdeckt Werner von Siemens das dynamoelektrische Prinzip, womit nun elektrische Energie in großen Mengen zur Verfügung gestellt werden kann. 1870 eröffnet die indo-europäische Telegrafenlinie von London nach Kalkutta, vier Jahre später wird ein Transatlantik-Telegrafenkabel von Irland in die USA verlegt. Die erste elektrische Straßenbahn in Lichterfelde bei Berlin fährt im Jahr 1881, 1890 übergibt Werner von Siemens die Firmenleitung an seiner Bruder Karl und die Söhne Arnold und Wilhelm, das Unternehmen wird in eine KG umgewandelt. 1903 wird die Siemens-Schuckertwerke GmbH begründet, ab 1905 wird die Tantallampe (die erste praktisch brauchbare Metallfaden-Glühlampe der Welt) in Serie gefertigt, drei Jahre später wird die Protos-Automobile GmbH erworben. Im Jahr 1914 wird das Industriegebiet am Nonnendamm in Berlin in "Siemensstadt" umbenannt. 1919 wird die Osram GmbH KG gegründet, 1923 erfolgt die Gründung der japanischen Tochtergesellschaft Fushi Denki Seizo KK in Tokio, auf der ersten Großen Deutschen Rundfunkausstellung im Jahr 1924 wird der Siemens D-Zug vorgestellt und Siemens installiert auf dem Potsdamer Platz in Berlin die erste automatisch arbeitende Verkehrsampelschaltung.

Von 1925 - 1930 wird das Shannon-Projekt zur Elektrifizierung des gesamten Irischen Freistaats fertiggestellt, drei Jahre später werden die Siemens-Planiawerke AG und die ereinigten Eisenbahn-Signalwerke GmbH gegründet. Zu dieser Zeit wird auch die Mehrzweck-Elektrolokomotive E 44 konstruiert, ein Jahr später wird das "Kraftwerk West" in Berlin gebaut. 1935 entwickelt Siemens den ersten Fernsehapparat für die Firma Telefunken, an der Siemens damals einen Anteil von 50 % hält. 1938 entwickelt Walter Schottky die Randschichttheorie, welche sich als bahnbrechend für die Halbleiterentwicklung herausstellt, 1939 erfolgt die Übernahme aller Aktien der Siemens-Schuckertwerke AG durch die Siemens & Halske AG. Nun geht auch das erste Elektronenmikroskop ist die Serienfertigung, welches bereits zu bis 30.000-fache Vergrößerungen erreicht. Nach dem Tod von Carl Friedrich von Siemens übernimmt Hermann von Siemens im Jahr 1941 die Leitung des Unternehmens. Im 2. Weltkrieg wird das Wernerwerk M, eine Fabrik für Messinstrumente, durch Luftangriffe schwer beschädigt, 1949 werden die Firmensitze von Siemens & Halske nach München und der Siemens-Schuckertwerke nach Erlangen verlegt, Berlin wird als zweiter Firmensitz beibehalten. Ab 1954 erfolgt der Einstieg von Siemens in die Datenverarbeitung, 1958 wird der erste Herzschrittmacher implantiert, welcher bei Siemens-Elema in Schweden entwickelt und hergestellt wird. Danach folgt der erste serienmäßig volltransistorisierte Universalrechner "Siemens 2002", das Bausteinsystem Simatic entwickelt sich zu einem wichtigen Element der Automatisierungstechnik. 1962 eröffnet das erste elektronisch gesteuerte Fernsprechamt in München, 1964 wird die Erdefunkstelle Raisting für Satellitenkommunikation errichtet. Im Jahr 1966 wird die Siemens AG gegründet, drei Jahre später folgen die Kraftwerk Union und die Transformatoren Union. Ab 1973 beginnt Siemens mit der Produktion hochintegrierter LSI-Schaltkreise, 1974 wird der Computertomograf "Siretom" eingeführt. Die erste Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung erfolgt 1975, zwei Jahre später wird die Siecor Optical Cables Inc. gegründet. Im Jahr 1978 erhält Siemens einen Auftrag zum Bau von 9 Generatoren für das größte Wasserkraftwerk der Welt am Rio Paraná, 1979 ist der erste Bauabschnitt des Siemens-Standortes München-Perlach fertiggestellt. 1980 geht die digitale EWSD-Telefonvermittlung in Betrieb, 1981 nimmt Siemens die Fertigung des 64-kbit-Speicherchips auf. Ein Jahr später wird der Kernspintomograf "Magnetom" vorgestellt, 1984 präsentiert das Unternehmen das ISDN-Kommunikationssytem "Hicom", ab 1988 gehen die 1-Mbit-DRAM-Speicherchips in Serienfertigung. Die Gründung der Siemens Nixdorf Informationssysteme AG erfolgt im Jahr 1990, zwei Jahre später wird der weltweit schnellste Neurocomputer "Synapse 1" vorgestellt. Das erste GSM-Handy mit Farbdisplay bringt Siemens 1997 auf den Markt, 1998 wird der biometrische Sensor "Fingertip" vorgestellt. Ein Jahr später präsentiert Siemens mit "Sivit" einen Computer ohne Maus und Tastatur, 2001 wird die Siemens-Aktie an der New York Stock Exchange eingeführt. Der Startschuss in ein neues Verkehrszeitalter beginnt an Silvester 2002 mit der Jungfernfahrt des Transrapid in Shanghai, ab 2003 wird der erste Computertomograph mit 64 Schichten pro Rotation gefertigt. Durch diesen werden erstmals Ganzkörperaufnahmen in herausragender Bildqualität möglich. Die Gas- und Dampfturbinenanlage Shuweihat, welche 2004 in Abu Dhabi eröffnet wird, ist die weltweit leistungsfähigste ihrer Art. Diese versorgt das Emirat dank nachgeschalteter Meerwasser-Entsalzungsanlage mit Strom und Wasser. Eine weitere revolutionäre Entwicklung ist im Jahr 2005 ein Computertomograph, welcher Aufnahmen in bisher ungekannter Auflösung und Geschwindigkeit fertigt, auch ist die Strahlendosis um bis zu 50 % geringer. Die Entwicklung des Ruhrpilots (ein umfassendes Verkehrsmanagement für das Ruhrgebiet) im Jahre 2006, soll dank aktueller Verkehrsinformationen und-prognosen Unfälle und den Kohlendioxid-Ausstoß deutlich reduzieren. Im November 2007 gibt Siemens eine Neuaufstellung der Siemens AG in 3 Sektoren bekannt, dieses ist der Sektor Industry, Sektor Energy und der Sektor Healthcare.

Produktpalette:

Produkte für Elektro-, Antriebs-, Medizin-, Kraftwerkstechnik.

Besonderheit:

Das Unternehmen Siemens beschäftigte mit Stand vom Jahr 2006 weltweit rund 475.000 Mitarbeiter, wobei eine Entwicklung zum Offshoring zu erkennen ist. 2001 waren über 41 % der Siemens-Mitarbeiter in Deutschland tätig, 2006 waren es noch 34 %. Auch schuf Siemens gleichzeitig neue Arbeitsplätze in Osteuropa und Asien.


MARKEN-Tags

Elektrotechnik Antriebstechnik Medizintechnik Kraftwerkstechnik

Weblinks


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