Seltmann Weiden

| Gründungsjahr: | 1910 |
| Gründer: | Christian Wilhelm Seltmann |
| Hauptsitz: | Weiden |
Entstehung des Firmennamens:
Dieser geht auf den Firmengründer, Christian Wilhelm Seltmann, zurück
Geschichte:
Im Jahre 1910 wurde die "Porzellanfabrik Christian Seltmann" von Christian Wilhelm Seltmann gegündet. Dieser war im Jahre 1870 geboren, dieser war gelernter Porzellandreher und hatte die Porzellanfachschule in Teplitz-Schönau absolviert. Bis zum Jahre 1967 wurde die Firma Seltmann von dessen Sohn Wilhelm geleitet.
Zu Beginn der 90er Jahre wurden von Seltmann 4 Traditionsbetriebe übernommen, welche in Thüringen ansässig waren. Hierbei handelte es sich um die Volkstedter Porzellanmanufaktur, die Unterweißbacher Werkstätten für Porzellankunst, die Porzellanmanufaktur Plaue und die Porzellanmanufaktur Scheibe-Alsbach.
Auch heute noch sind die Porzellanfabriken Christian Seltmann GmbH ein Familienbetrieb. Neben dem Stammwerk in Weiden werden auch Fabriken in Erbendorf und Krummennaab betrieben. Weiterhin gehören die Königlich privilegierte Porzellanfabrik Tettau und die Quarzsandwerke Weißenbrunn zur Unternehmensgruppe Seltmann.
Produktpalette:
Porzellangeschirr
Besonderheit:
Zum Ende des 19. Jahrhunderts entstand neben der qualitativ auch die quantitativ leistungsfähige Porzellanindustrie, somit gelangten die Produkte der keramischen Industrie in den Bereich des Massenkonsums. Das Porzellan wurde vom reinen Luxusgut zum Industrieprodukt und verlor seinen bisherigen Charakter. Als weitere Folge entwarf nun nicht mehr der Kunstkeramiker sondern der Designer das Porzellan. Dieses musste künftig gebrauchstüchtig und vor allem preiswert sein. Zur Mitte des Jahrhunderts entwickelte sich eine Hausindustrie in der Porzellanmalerei, die Porzellanmaler beschäftigten sich sowohl mit dem Dekorieren billigen Stapelgeschirrs als auch mit dem Bemalen von hochwertigem Luxusporzellan. Sie arbeiteten entweder im Firmengebäude oder in ihren Wohnungen. Solche selbständigen Betriebe wurden nicht nur als freie Gewerbetätigkeit betrachtet, sondern als Porzellanfabriken erfasst. Die Anzahl der Beschäftigten in solchen Betrieben war aber gegenüber den Porzellanmalern in der Fabrik verschwindend gering.
MARKEN-Tags
Weblinks
Edit