Nymphenburg

| Gründungsjahr: | 1747 |
| Gründer: | Kurfürst Maximilian III. Joseph |
| Hauptsitz: | München |
Entstehung des Firmennamens:
Die Manufaktur befindet sich im Schloss Nymphenburg (München).
Geschichte:
Die Manufaktur produziert seit Mitte des 18. Jahrhunderts künstlerisch hochwertiges Porzellan. Die Gründung der Manufaktur wurde vom Kurfürst Maximillian III. Joseph nach seinem Regierungsantritt im Jahr 1745 gefördert, um somit die Staatsfinanzen sanieren zu können. Zur Herstellung von Porzellan bekam man Ende des Jahres 1747 das Schloss Neudeck in der Münchner Au zur Verfügung gestellt, bis 1754 scheiterten jedoch die Versuche der Porzellanherstellung, was erhebliche finanzielle Verluste bedeutete. Zum Ende dieses Jahres, als man die Porzellanherstellung endlich beherrschte, stellte man Franz Anton Bustelli als Figurist ein. So erhielt die Manufaktur im Folgejahr ihren ersten Hofauftrag, 1756 konnte das Porzellan erstmals mit Farben bemalt werden. Mit Sigmund Graf von Haimhausen wurde die Manufaktur im Jahr 1758 nach unternehmerischen Richtlinien ausgerichtet. 1761 zog man dann in das Schloss Nymphenburg um, in welchem sich noch heute die Porzellanmanufaktur Nymphenburg befindet.
In der Folgezeit waren nach Bustelli noch große Künstler wie Dominikus Auliczek und Johann Peter Melchior für die Manufaktur tätig, ein großer Förderer war Ludwig I, welcher viele Aufträge vergab. So waren Tafelservice mit Kopien berühmter Gemälde oder mit bayerischen Landschaften im antikisierenden Stil besonders beliebt. Im Jahr 1822 wurde Friedrich von Gärtner zum künstlerischen Leiter der Manufaktur berufen, Mitte des 19. Jahrhunderts verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage der Manufaktur jedoch zusehends. Im Jahr 1856 wurde die künstlerische Produktion ganz eingesellt und die Privatisierung der Manufaktur beschlossen. Im Jahr 1962 wurde diese erstmals verpachtet und der Schwerpunkt verlagerte sich zum sanitären, technischen und medizinischen Porzellan. 1887 pachtete Albert Bäuml die Manufaktur dessen Ziel es war, wieder ein höheres künstlerischen Niveau zu erreichen. Dieser entdeckte auch Bustelli wieder, und an der Wende zum 20. Jahrhundert war das Ziel erreicht. Neben historischen Kopien wurden nun auch elegante Geschirre im Jugendstil hergestellt. Seit dem Jahr 1975 ist die Manufaktur vom Bayerischen Staat an den Wittelsbacher Ausgleichsfonds verpachtet.
Produktpalette:
Hochwertiges Porzellan
Besonderheit:
Im Schloss Nymphenburg wurde auch das Porzellanmuseum untergebracht, wo Führungen nach Voranmeldung möglich sind.
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