Microsoft

| Gründungsjahr: | 1975 |
| Gründer: | Bill Gates und Paul Allen |
| Hauptsitz: | Redmond, US-Bundesstaat Washington, USA |
Entstehung des Firmennamens:
Der Firmenname "Microsoft" steht für Microcomputer-Software. Er wurde zum ersten Mal am 29.11.1975 von Bill Gates in einem Brief an Paul Allen benutzt, und ist seit dem 06.01.1976 eine eingetragene Handelsmarke.
Geschichte:
Bill Gates und Paul Allen gingen gemeinsam zur Schule. Sie gründeten gemeinsam im Jahre 1971 die Firma Traf-O-Data, welche Kleinstcomputer mit Intel CPU für die Verkehrserfassung herstellte. Es folgte ein Vertrag bei MITS, um Basic für den Altair bereitzustellen. Im Jahre 1974 wurde die Programmiersprache Basic für den Altair 8080 als Lakeside Programmers Group entworfen, Fortran und Cobol wurden ebenfalls für den Altair programmiert. Diese portierten den Basix-Interpreter für den TRS-80 von Tandy. Im Sommer des Jahres folgte die Gründung von Micro-Soft. Hier wollte man die Programmiersprache Basic portieren und Software für den IBM PC entwickeln. Es folgten Fortran,Assembler, Cobol und Pascal.
Im Jahre 1980 waren mittlerweile 38 Mitarbeiter bei Microsoft beschäftigt, derUmsatz lag bei 8 Millionen US-Dollar. Zu dieser Zeit suchte IBM ein massenmarkttaugliches Betriebssystem. Erfolglos wandte man sich zunächst an DR, danach an Microsoft. Das Unternehmen war inzwischen durch Steve Ballmer verstärkt worden. Microsoft kaufte das Betriebssystem Q-DOS von Seattle Computer Produkte für 50.000 US-Dollar, unter dem Namen MS-DOS wurde es von IBM lizenziert. Der IBM-PC wurde ein riesiger Erfolg, was den Gewinn und Umsatz von Microsoft weiter ansteigen lies.
Um eine Unix-Variante für die IBM-PCs herauszubringen, wurde ein Vertrag mit SCO geschlossen, die erfolgreiche Umsetzung gelang jedoch erst mit Veröffentlichung des 80286 Prozessors. Im Juli des Jahres 1987 übernahm Microsoft die Firma Forethought. Die Software wurde als Powerpoint zu den eigenen Office Anwendungen integriert.
Vom heutigen Hauptprodukt des Konzerns, dem "Microsoft Windows" gab es bis zum Jahre 2001 zwei Linien:
Die Systeme Windows 1 bis Windows 3.0, Windows 3.1, Windows 3.11, Windows 95, sowie Windows 98 und Windows ME. Nach Erscheinen von Windows XP wurde die ursprüngliche Linie nicht mehr fortgeführt.
Die sogenannte NT-Schiene begann mit Windows NT, welches 1996 in verschiedenen Versionen erschien, es übernahm den Desktov von Windows 95. Später folgten dann Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003. Am 29.01.2007 brachte Microsoft dann das Windows Vista auf den Markt, welches für Firmenkunden schon früher zur Verfügung stand.
Nach dem allmählichen Einzug von PCs in das Wohnzimmer, hat Microsoft das Betriebssystem Windows XP Media Center Edition entwickelt, welches auf Windows XP basiert, jedoch um spezifische Funktionen erweitert.Ursprünglich wurde für Windows ein monolithischer Kernel, später dann ein Mikrokernel verwendet.
Bis heute hat es sich die Firma Microsoft zum Ziel gesetzt, Betriebssysteme in Form von Windows für Unternehmen und Endanwender anzubieten. Das Geschäftsmodell des Unternehmens bietet eine einheitliche Plattform für Unternehmen und Anwender, für Softwareentwickler mit einheitlichen Implementierungen.
96 % aller neu verkauften PCs verfügen über ein Betriebssystem von Microsoft, was hauptsächlich durch die Inkompatibilität von für Windows kompilierte Software erreicht wird. Fast alle Computerhersteller haben die Entwicklung eines eigenen Betriebssystems aufgegeben. Die Kunden können somit die Windows-Software benutzen. Einzig der Apple mit dem eigenen Betriebssystem Mac OS bildet hier eine Ausnahme.
Microsoft kann den großer Herstellern außergewöhnlich günstige Konditionen für die OEM-Software anbieten. Durch ein Kartellverfahren des US-Justizministeriums wurde bekannt, dass Microsoft diese Konditionen intransparent gestaltet. In einigen Fällen auch mit der Verpflichtung verbunden, ohne ein Betriebssystem von Microsoft keine Desktop-Rechner auszuliefern. Dies wurde für die Zukunft jedoch untersagt.
Durch den hohen Marktanteil bei Betriebssystemen hat Microsoft hier praktisch eine Monopolstellung. Dies erleichtert dem Unternehmen die schnelle Verbreitung neuer Techniken über die Windows-Plattform,was z.B. mit dem Internet Explorer erreicht wurde. Mit einem Marktanteil von bis zu 85 % war dieser praktisch ohne Konkurrenz.
Im Jahre 2002 erreichte Microsoft einen Umsatz von 28,4 Milliarden Dollar, was einem Gewinn von ca. 7,8 Milliarden Dollar entsprach, im Jahr darauf verfügt das Unternehmen neben Firmen-Aktien und Anteilen über mehr als 49 Milliarden Dollar in bar. Im September 2005 kündigte Microsoft an, die bisher 7 Geschäftsbereiche in 3 Sparten zusammenzufassen. Microsoft arbeitet seit längerem an einem vollständig neuen Betriebssystemkonzept, dem Singularity Project, welches von Grund auf für Zuverlässigkeit konzipiert ist.
Produktpalette:
Betriebssysteme und Anwendungsprogramme sowie auch Hardware wie Computermäuse, Joysticks und Tastaturen sowie ERP-Software. Des weiteren Spielekonsolen, Toshiba baut im Auftrag von Microsoft den MP3-Player Zune.
Besonderheit:
Microsoft tritt auch als Publisher für Computerspiele auf. Zu den bekanntesten vertriebenen Serien gehören Age-of-Empires, der Microsoft Flight Simulator und die "Halo:Kampf um die Zukunft"-Reihe.
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