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Meissen

  
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Meissen


Meissen
Gründungsjahr: 1710
Hauptsitz: Meissen

Entstehung des Firmennamens:

Die Porzellanmanufaktur wurde in der Stadt Meissen gegründet.

Geschichte:

Seit Beginn des 13. Jahrhunderts wurde Porzellan von den europäischen Fürstenhöfen zu horrenden Preisen aus China importiert. Zu Beginn des 18. Jahrhundert wurde in Meissen mit den Forschungen begonnen, um das Herstellungsgeheimnis von Porzellan zu lüften. Hieran waren u.a. Johann Friedrich Böttger, Ehrenfried Walther von Tschirnhaus, und der Freiberger Bergrat Gottfried Pabst von Ohain beteiligt. Auftraggeber war der Kurfürst von Sachsen und König von Polen, August der Starke. Die Arbeiten waren erfolgreich und so gelingt 1708 unter der Führung von Johann Friedrich Böttger erstmals die Herstellung von weißem Porzellan.

Im Jahr 1710 werden von der sächsischen Hofkanzlei die Erfindung des Porzellans und die Gründung einer Porzellan-Manufaktur bekannt gegeben. Diese wird daraufhin auf der Albrechtsburg in Meißen eingerichtet. Johann Friedrich Böttger fungiert als Administrator, die Leitung der Manufaktur obliegt bis 1731 mehreren vom König eingesetzten, in Dresden ansässigen Kommissionen. 1719 flieht der Arkanist und Geheimnisträger Samuel Stöltzel nach Wien, wo er den Porzellanmaler Johann Georgius Höroldt kennenlernt, Johann Friedrich Böttger stirbt am 17.03.1719. Im Folgejahr kehrt Stölzel zusammen mit Johann Gregorius Höroldt nach Meissen zurück, welcher als Verantwortlicher für die Meissener Malerei verpflichtet wird. Dieser entwickelt in der Folgezeit eine Palette von Aufglasurfarben und Dekoren, welche sich als stilprägend für die europäische Porzellanmalerei erweisen werden. Die gekreuzten Schwerter sind ab dem Jahr 1722 das Markenzeichen des Porzellans aus Meissen, ab 1739 ist Zwiebelmusterdekor ständig im Angebot. Im folgenden Jahr wird der Hofbildhauer Johann Joachim Kaendler als Modelleur an die Manufaktur berufen um an einem königlichen Großauftrag zu arbeiten. Nach Ausbruch des Siebenjährigen Krieges wird der Verbleib der Manufaktur in der Folgezeit über ein Pachtverhältnis gesichert. Nach Kriegsende wird die Manufaktur wieder Eigentum des Kurfürstentums Sachsen. In der Folgezeit wird Porzellanherstellung weiter verfeinert und ständig um neue Dekore erweitert. 1861 - 1864 dauert der Neubau der heutigen Betriebsstätte im Meissner Triebischtal. In der Zeit von 1912 - 1916 erfolgt der Bau des Porzellanmuseums und die Eröffnung der Schauhalle. Während des 2. Weltkrieges erfolgt die Demontage der Manufakturgerätschaften durch die sowjetische Besatzung, der Betrieb wird jedoch aufrechterhalten. Das Unternehmen wird in die sowjetische "Zement AG" eingegliedert, die Schauhallen-Porzellanbestände werden beschlagnahmt und in die Sowjetunion überführt. Die Porzellan-Manufaktur wird Volkseigentum der DDR.

Seit Juni 1991 trägt die Porzellanmanufaktur den Namen "Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH, Gesellschafter ist der Freistaat Sachsen. Im selben Jahr werden umfangreiche Renovierungsarbeiten im Porzellanmuseum vorgenommen. Die Gründung des Clubs "Freunde des Meissener Porzellans" geht auf das Jahr 1998 zurück. Im Jahr 2000 wird die weltweit erste Orgel mit klingenden Orgelpfeifen aus Meissener Porzellan gebaut. Im Juni 2005 wird der Erweiterungsbau des Porzellan-Museums eröffnet, im Folgejahr wird der 300. Geburtstag des Meissener Modellmeisters Johann Joachim Kaendler mit einer großen Sonderausstellung gefeiert. 2008 jährt sich die Erfindung des europäischen Hartporzellans zum dreihunderten Mal, zu diesem Anlass findet wiederum eine Ausstellung im Porzellan-Museum statt.

Produktpalette:

Porzellangeschirr

Besonderheit:

Die gekreuzten Schwerter sind zum Symbol für die Manufaktur geworden. Die Schwertermarke hatte sich ab 1731, als alle Porzellane aus Meissen mit einer Marke versehen sein mussten, gegen die AR-Marke und den Merkurstab durchgesetzt. Zur Kennzeichnung qualitativ nur bedingt brauchbarer Ware, aber auch zur Kennzeichnung sogenannter Weißware werden nach der Glasur an den Schwertermarken Schleifstriche angebracht. Die ersten Markierungen dieser Art sind auf Teilen aus der Zeit um 1764 zu finden.


MARKEN-Tags

Porzellangeschirr

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