Lonsdale

| Gründungsjahr: | 1960 |
| Gründer: | Bernhard Hart |
Entstehung des Firmennamens:
Der Name geht auf den fünften Graf von Lonsdale zurück, einen britischen Sportler. In den 1890er-Jahren trug er dazu bei, den modernen Boxsport zu entwickeln und zu legalisieren.
Geschichte:
Das Unternehmen ist ein englischer Hersteller für Sport- und Freizeitbekleidung, zur Gründung der Firma Lonsdale Sports Equipment Ltd. durch Bernard Hunt am Jahr 1960 wurde das erste Geschäft in London eröffnet. Hart bekam die Genehmigung des 7th Earl of Lonsdale, den Namen für Sportbekleidung- und produkte zu verwenden. Zunächst war dies ist Umkreis der Boxsportszene, so trugen berühmte Loxen wie Muhammed Ali, Lennox Lewis und Mike Tyson Lonsdale-Produkte. Heute hat sich die Marke Lonsdale international einen Namen gemacht, in Deutschland wurde der Vertrieb von 1993 - 2006 von der Firma Punch, Neuss, durchgeführt. Seit Ende der 70er und in den 80er Jahren wurde die Marke Lonsdale durch berühmte Vorbilder zur Kultmarke und man trug diese auch als Freizeitkleidung. Auch bei bestimmten Musikgenres und Jugendkulturen wie Punk, Ska, New Wave und Gabbers ist Lonsdale überaus beliebt.
Die Marke Lonsdale kam in die Schlagzeilen, da sich diese auch in der Neonazi-Szene großer Beliebtheit erfreut. Man vermutet dahinter einen politischen Grund, der Grund kann jedoch auch in der Geschichte der Neonazis liegen. Im März 2006 hat die Quelle GmbH beschlossen, nach Abverkauf der Bestände die Marke Lonsdale komplett aus dem Programm zu nehmen, diese Entscheidung wurde jedoch wenig später wieder rückgängig gemacht. Bereits im Jahr 2004 hatte das Unternehmen die Werbekampagne "Lonsdale loves all colours" gestartet, um die Vorwürfe zu entkräften, auch sponsorte das Unternehmen im Jahr 2005 den Kölner Christopher Street Day. Einen politischen Grund für die Beliebtheit der Marke bei Neonazis vermutet man auch deshalb, weil sich innerhalb des Firmennamens Lonsdale die Buchstabenkombination NSDA findet. Diese kann als eine Anspielung auf die NSDAP verstanden werden, dem Träger kann jedoch keine Verletzung des § 86a StGB vorgeworfen werden. Der für Deutschland lizenzierte Vertrieb Punch zeigt sich wenig glücklich mit dieser Umdeutung des Markennamens und der angeblichen Verbindung zur Neonazi-Szene. So wurden jegliche Verbindungen zur dieser Szene zurückgewiesen und bewusst antirassistische Projekte finanziert. Auch engagiert das Unternehmen vermehrt dunkelhäutige Modelle für Werbefotos, um der Kritik an der Marke entgegenzutreten. Diese Aktionen haben die neonazistische Szene in 2 Lager gespalten, die einen kaufen die Bekleidung dieser Firma auch weiterhin, die anderen boykottieren das Unternehmen aufgrund des antirassistischen Engagements. So hat die Aufklärungskampagne der Firma Punch für das Unternehmen auch negative Folgen, in Sachsen ist der Umsatz seit September 2003 um 75 % eingebrochen (wie ein Sprecher des Unternehmens im Jahr 2005 erklärte).
Produktpalette:
Sportbekleidung, Freizeitkleidung
Besonderheit:
Es existiert eine von Neonazis betriebene Kleidungsmarke, die den Lonsdale-Schriftzug mit dem Wort "Consdaple" nachahmt; hier ist "NSDAP" komplett enthalten und die Einnahmen fließen in neonazistische Strukturen.
MARKEN-Tags
Weblinks
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