Lego

| Gründungsjahr: | 1932 |
| Gründer: | Ole Kirk Christiansen |
| Hauptsitz: | Billund, Dänemark |
Entstehung des Firmennamens:
Der Firmenname wurde vom Gründer Ole Kirk Christiansen erfunden. "Lego" steht als Abkürzung für "leg godt", was dänisch ist und soviel wie "spiel gut" bedeutet.
Geschichte:
Diese phantastische Entwicklung seiner Lego-Steine hätte sich Tischlermeister Ole Kirk Christiansen wohl kaum träumen lassen. Dieser gründete im Jahre 1932 seinen Betrieb zur Herstellung von Holzspielzeug. Im Jahre 1949 führte er die Lego-Steine ein, welche bereits Ähnlichkeit mit den heutigen hatten. Deren Unterseite war jedoch völlig hohl was zur Folge hatte, dass mit diesen Steinen nicht besonders stabil gebaut werden konnte. Dieses Problem wurde durch das sogenannte Kupplungsprinzip behoben, welches am 28.01.1958 zum Patent angemeldet wurde. Hier wurden in die Unterseite der Steine hohle Röhren integriert, diese Bauweise wird noch immer verwendet.
Neben den Standard-Lego-Steinen experimentierte die Familie Christiansen auch mit Alternativen zu Lego, so produzierte man beispielsweise in den 60er Jahren Modulex für Archtiktenbüros. In den 50er Jahren gründete der Sohn von Ole Kirk Christiansen das Unternehmen BILOfix und produzierte dort eine Art Werkzeug-Baukastensystem.
Das bekannte Lego Stecksystem wurde vor mehr als 40 Jahren entwickelt, vor allem durch die ungezählten Kombinationsmöglichkeiten der Steine wurde der Phantasie der Kinder keine Grenzen gesetzt. Im Jahre 1950 übernahm der Sohn von Ole Kirk Christiansen, Godtfred Kirk Christiansen, die Leitung der Firma. 5 Jahre später wurde "Lego System im Spiel" eingeführt, welches die Bedeutung des Spielens für die kindliche Entwicklung hervorhob. 3 Jahre später folgte die Patentisierung des Lego-Stecksytems, womit die Grundlage für die späteren Erfolg zum "Spielzeug des Jahrhunderts" gelegt war.
Die Produktpalette von Lego wurde ständig erweitert, wie etwa durch transparente Steine und Figuren aber auch durch Räder und Schrägdachteile. Bis heute gibt es Tausende von verschiedenen Bauteile, welche noch immer miteinander kombiniert werden können. Godtfred Kirk Christiansen fuhr weiterhin fort in der Entwicklung neuer Legoteile, so folgte im Jahre 1961 das Rad und er experimentierte mit Motoren. So kam im Jahre 1966 der erste Lego-Zug auf den Markt, der mit einem 4,5-Volt-Motor ausgestattet war. Danach ging die Entwicklung rasant weiter, es folgt 1977 die Produktserie Lego Technik, ein System, welches besonders durch seine technischen Elemente besticht. Lego Technik wurde vor allem für ältere Kinder entwickelt, da die Fahrzeuge und anderen Modelle wie in der Realität funktionieren.
Zum Ende der 60er Jahre werden die Lego Produkte, welche sich an alle Kinder richteten, in maßgeschneiderte Produkte für einzelne Alters- und Entwicklungsstufen gegliedert. Der Firmenchef erkannte, dass jüngere Kinder mit dem richtiger Material mehr vom Lego System profitierten könnten, somit wurde der Lego Dublo-Baustein entwickelt. Dieser Baustein war doppelt so groß wie die herkömmlichen Lego Steine und somit für kleinere Kinderhände besonders gut geeignet.
Im Jahre 1968 folgte die Eröffnung des ersten Legoland Parks im dänischen Billund (später auch in anderen Ländern), welcher für Kinder zum berühmtesten Symbol für Phantasie und Kreativität wurde. Im Legoland Park können Kinder wie auch Erwachsene spannende Abenteuer erleben.
Im Jahre 1978 führte der Sohn des Firmeninhabers, Kjeld Kirk Christiansen, ein Lego Geschäftsmodell ein, welches durch Systematisierung dem System eine Richtung gab. Die unterschiedlichen Produktgruppen wurden noch stärker auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet, um diese in ihrer Entwicklung optimal zu fördern. Kjeld Kirk Christiansen wurde 1979 zum Generaldirektor und Geschäftsführer des Unternehmens ernannt, womit die Lego Company in die dritte Firmengeneration überging. Von ihm kam auch die Anregung zur Eröffnung neuer Perspektiven, und so wurde der Schwerpunkt des Lego Spielsystems nun verstärkt auf Rollenspiele, Themen und Geschichten verlegt. Die Kinder konnten nun ganz neue Lego Welten nutzen und erforschen, so u.a. durch das 1979 eingeführte Lego Raumfahrtsprogramm.
Vor Beginn des digitalen Zeitalters, im Jahre 1984, ging die Lego Company eine Partnerschaft mit dem Media Lab des Massachussets Institute of Technology in den USA ein. Die Zusammenarbeit brachte im Jahre 1986 ein erstes greifbares Resultat hervor, die Lego Technik Computer Control, es folgte die Entwicklung eines computergesteuerten Lego Roboters. Zu weitreichenden Veränderungen bei der Lego Company kam es in den 90er Jahren, so waren die Kinder vom Lego Technik Supercar begeistert, auch das Lego Belville begeisterte vor allem Mädchen. Es folgten 1995 Produkte für die kleinsten Kinder bis zu 2 Jahren, hierzu gehört auch Lego Primo. Alle Vorschulprodukte sind heute im Lego Complete Discovery System zusammengefasst, welches 4 Themenbereiche umfasst. Es soll den Kindern helfen, sich und ihre Umgebung besser zu verstehen und Ideen umzusetzen. Im Jahre 1997 wurde das erste Computerspiel der Lego Company auf den Markt gebracht.
Lego-Produkte gehören bis heute zu den bekanntesten und beliebtesten Markenspielzeugen weltweit, von Anfang an hat das Unternehmen auf hochwertige Qualität gesetzt. Stets die kindlichen Bedürfnisse vor Augen wurden die Produkte von Lego entwickelt. Die Kreativität und Phantasie soll beim Spielen angeregt werden und zu neuen Wegen des Lernens führen.
Das Unternehmen hat ihre Erfolgsgeschichte auch in verschiedenen Phasen der Spielzeugentwicklung stets fortgeschrieben. Dies war auch möglich, da das Wissen vom Vater an den Sohn weitergegeben wurde, auch neue Technologien haben bei Lego ihren Eingang gefunden. Während die erste Epoche des Unternehmens ganz im Zeichen des Bauens stand, wurden die Produkte in der zweiten Epoche beweglich, erhielten kleine Getriebe, Motoren und Räder. In der dritten Epoche standen die Lego Figuren mit damit verbunden bestimmte Rollenspiele im Vordergrund. Heute steht man noch am Beginn der vierten Epoche, wo Interaktion und Intelligenz ins Spiel kommen.
Erhebliche Verluste von ca. 180 - 190 Millionen Euro machte das Unternehmen im Jahre 2003, welche auf Fehler im Management zurückzuführen sind. Der Verkauf der Modethemen wie Harry Potter und Star Wars stagnierte, die Bionicle-Serie erwies sich hier jeodch als Rettung von Lego. Sie ist eines der meistverkauften Weihnachtsgeschenke in den USA. Danach folgte die Rückkehr zu bewährten Themen, wo sich erste Erfolge im Jahre 2005 zeigten.
Produktpalette:
Lego- und Dublo- Bausteine, Figuren, Lego-Eisenbahn, Themenserien wie Bionicle, Harry Potter oder Star Wars, Lego- Technik, Computerspiele, Lego-Computer.
Besonderheit:
Verschiedene Leute verwendeten die Lego-Steine und -Figuren, um kurze Animationsfilme zu produzieren. Dies wurde schnell populär, so dass Lego das Steven Spielberg Movie Maker Set herausgab, welches eine digitale Webkamera enthält, welche an einen PC angeschlossen werden kann. Das wohl bekannteste Beispiel für einen Lego-Animationsfilm ist die Verfilmung es Finalspiels der Fußball-WM im Jahre 1954 in Bern. Die Verfilmung, welche auch den Originalkommentar von Herbert Zimmermann beinhaltet, dauert etwa 10 Minuten.
Weblinks
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