Kyocera

| Gründungsjahr: | 1959 |
| Gründer: | Kazuo Inamori |
| Hauptsitz: | Kyoto |
Entstehung des Firmennamens:
Dieser geht zurück auf den Ort, in dem sich der Hauptsitz des Unternehmens befindet
Geschichte:
Im Alter von 27 Jahren kündigte der Ingenieur Kazuo Inamori im Jahre 1959 seine Stellung und gründete die Firma Kyoto Ceraic Corporation. Unter dem Namen Kyocera spezialisierte sich sein damals 7köpfiges Team auf die Herstellung von Feinkeramik.
Zu Beginn der 70er Jahre wurde von Dr. Inamori der Grundstein für ein internationales Netzwerk gelegt. Es wurde eine Keramikproduktionsstätte in den USA eröffnet und man kooperierte mit der Feldmühle AG. Dadurch konnten in Deutschland elektronische Bauelemente produziert werden. Inamori gründete nun beinahe jedes Jahr neue Niederlassungen und Firmen in den USA, Europa und Asien.
Das harmonische Zusammenleben mit Natur und Gesellschaft, so lautet die außergewöhnliche Philosophie des Konzerns. Zur Produktpalette gehören u.a. Mobilfunkgeräte, optische Geräte, Halbleiterteile, Solarstromgeräte, Feinkeramik (auch medizinische Keramik-Implantate), des weiteren von der Tochtergesellschaft Kyocera Mita auch Digitalkopierer und Drucker.
Das Unternehmen plant zukünftig die Verstärkung seiner Produktionsstandorte in China sowie den Aufbau eines entsprechenden Vertriebsnetzes mit dem Hintergrund der Umsatzsteigerung im Wachstumsmarkt China. Den Ausgangspunkt bildet hier die Kyocera Sales und Trading Corporation. Ihr Sitz befindet sich im chinesischen Tianjin, wo der Verkauf lokal hergestellter und importierter Produkte des Unternehmens abgewickelt wird.
Die Firma Kyocera liefert den Beweis dafür, dass sich umweltbewußtes Handeln und Erfolg miteinander verbinden lassen. Das Unternehmen war im Jahre 1991 eine der ersten japanischen Firmen, welche sich in der Environmental Charta in der Öffentlichkeit zum Umweltschutz bekannte. Kyocera entwickelte hierfür einen umfangreichen Aktionsplan.
Das Forschungsteam entwickelte u.a. Motoren für Gasturbinen, bei denen der Kohlendioxyd-Ausstoss erheblich reduziert wurde. Dies ist durch den Einsatz von Keramik-Komponenten der Firma Kyocera möglich. Auch bei deutschen Umweltschutz-Organisationen hat sich die Firma Kyocera Respekt verschafft, da in den Ecosys-Druckern ausschließlich langlebige Komponenten zum Einsatz kommen. Hierdurch kann Industriemüll vermieden und gleichzeitig können die Verbrauchskosten gesenkt werden. Auch der Toner muss bei diesen Druckern nur noch nachgefüllt werden, weitere Verbrauchsmaterialien sind nicht mehr erforderlich.
In Japan ist man seit 1975 aktiv in der Entwicklung und Forschung von Solaranlagen. Hier ist vor allem das im Jahre 1998 in Kyoto errichtete Hauptquartier besonders hervorzuheben, wo durch die Nutzung von Solarenergie 45.000 Liter Heizöl pro Jahr eingespart werden.
Zur Einrichtung des Deutschen Keramikmuseums Hetjens in Düsseldorf wurden von Kyocera Exponate bereitgestellt. Dr. Inamori wurde weltweit bekannt u.a. durch die Initiierung des Inamori Foundation's Kyoto Prize, welcher neben dem Nobelpreis zu den anerkanntesten Auszeichnungen weltweit gehört. Dieser wird für besondere Leistungen in den Bereichen Naturwissenschaften, Künste, Technologie und Philosophie verliehen und ist dotiert mit 500.000 Euro für jeden Preisträger.
Das Unternehmen beschäftigt mittlerweile ca. 61.000 Mitarbeiter an 169 Standorten weltweit bei einem Jahresumsatz von 8,26 Mrd. Euro.
Produktpalette:
Feinkeramik-Bauteile, Mikroelektronische Bauteile, Ultrahochvakuum-Bauteile, Glasfaser-Optik, Thermodruckköpfe, Farb-LCD's, Automative Komponenten, Zerspanungswerkzeuge, Solartechnik, Drucker/Multifunktionsgeräte, Elektrische Solarsysteme, Büroprodukte, Küchenprodukte, Kameras/Digitalkameras (2005 eingestellt).
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