KPM

| Gründungsjahr: | 1763 |
| Gründer: | Friedrich der Große |
| Hauptsitz: | Berlin |
Geschichte:
Im September des Jahres 1763 wurde die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin von Friedrich dem Großen gegründet. Der eigentliche Ursprung geht jedoch schon auf die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück, als 3 private Unternehmungen versuchten, das "weiße Gold" in Berlin zu etablieren. Das Firmenlogo ist ein kobaltblaues Zepter, welches auf jeden Stück gestempelt wird, vor 1837 wurde es noch aufgemalt. Auch heute noch werden alle bemalten Stücke der KPM von den Malern und Malerinnen handsigniert, alle hergestellten Zierporzellane und Geschirrteile sind Unikate.
Die erste Berliner Porzellanmanufaktur wurde im Jahre 1751 von Wilhelm Caspar Wegely begründet, einem Berliner Kaufmann und Wollzeugfabrikanten. So sind die Porzellane seiner Manufaktur, welche sich durch einen sehr schönen weißen Scherben auszeichnen, auch heute noch sehr selten und begehrt. Für die Frühzeit des Berliner Porzellans ist auch der Porzellanmodelleur und Arkanist Ernst Heinrich Reichard zu nennen, welcher zunächst als Modelleur bei Wegely tätig war. Nach der Schließung der Wegely'schen Fabrik betrieb er selbst eine werkstattähnliche Porzellananfertigung in Berlin. Der Unternehmer Johann Ernst Gotzkowsky hatte die Absicht, dem Wunsch von Friedrich dem Großen nachzukommen, in Berlin eine neue Porzellanmanufaktur zu errichten. Daher verkaufte ihm E.H. Reichard im Januar 1761 neben seinem kleinen Betrieb auch das Arkanum, also das Know-how zur Porzellanfertigung, somit wurde Reichard Arkanist der Manufaktur.Gotzkowsky nutzte die Gunst der Stunde und konnte bedeutende Künstler und Mitarbeiter aus der sächsischen Manufaktur in Meißen für sich gewinnen, zu dieser Zeit war die Meißener Porzellan-Manufaktur praktisch in der Hand von Friedrich dem Großen. Nun entstand in Berlin eine leistungsfähige Porzellanmanufaktur, erster Direktor wurde Georg Grieninger. Gotzkowsky geriet infolge spektakulärer Geldgeschäfte in finanzielle Schwierigkeiten und so erwar im Jahre 1763 der König das Unternehmen, um dieses vor dem Untergang zu bewahren. Nun begann die eigentliche Erfolgsgeschichte der "Königlichen" Porzellan-Manufaktur, Berlin. Die Lithophanien entwickelten sich rasch zu einem erfolgreichen Produktzweig. Im Jahre 1871 wurde das Fabrikationsgebäude zum Bahnhof Tiergarten verlegt, wo auch heute noch der Standort des Unternehmens ist. Nun entstanden immer neue Modelle und Malerein für Fliesengemälde und andere Kunsterzeugnisse, nebenbei wurden auch Produkte wie Röhren usw. für die chemische Industrie angefertigt, der Manufaktur war seit 1876 die Chemisch-Technische Versuchsanstalt angeschlossen. Deren Leiter entwickelte das nach ihm benannte Seger-Porzellan. Künstlerischer Leiter der Manufaktur wurde dann 1886 Professor Alexander Kips, welcher der Manufaktur zu neuem Aufschwung verhalf.
Infolge des 2. Weltkrieges wurde die Porzellanmanufaktur durch Bombenangriffe schwer beschädigt und die Produktion musste eingestellt werden. Im Dezember 1943 wurden die Arbeiten teilweise wieder aufgenommen, ein Teil der Produktion wurde zunächst nach Selb verlegt. Ab dem Jahre 1988 war Berlin wieder alleiniger Gesellschafter der nun als GmbH geführten Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin. Diese wurde im Februar 2006 von Jörg Woltmann übernommen, einem Berliner Privatbankier und geschäftsführendem Gesellschafter der Allgemeinen Beamten Kasse Kreditbank GmbH. Die Porzellan-Manufaktur war auch Außendrehort der ZDF-Telenova "Wege zum Glück".
Produktpalette:
Geschirr und Zierporzellan
Besonderheit:
Urbino, Urania und Arkadia von Trude Petri sind bis heute die erfolgreichsten Designs der 30er Jahre. Auch wurden seit jeher figürliche Porzellane unterschiedlicher Stilrichtungen der jeweiligen Epoche geschaffen. Hierzu gehören auch neuzeitliche Tierplastiken wie Buddy-Bär-Miniaturen oder der Eisbär Knut.
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Weblinks
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