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Käthe Kruse

  
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Käthe Kruse


Käthe Kruse

Als eine der weltweit bekanntesten Puppenmacherinnen gilt Käthe Kruse, ihre Puppen sind heute beliebte Sammlerstücke, für welche teilweise hohe Preise bezahlt werden. Sie wurde am 17. September 1883 in Breslau als Katharina Simon geboren und verstarb am 19. Juli 1968 in Murnau am Staffelsee.

Mit Materialien wie Sägespänen und einem Tuch als Körper fertigte Käthe Kruse im Jahre 1905 ihre erste Puppe, welche einen "Kartoffel-Kopf" hatte.

Als uneheliche Tochter der Näherin Christiane Simon und des Stadthauptkassenbuchhalters Robert Rogaske begann sie eine Ausbildung als Schauspielerin. So spielte sie in den Jahren 1900 bis 1902 am Lessingtheater in Berlin sowie in Moskau und Warschau. Im Jahre 1902 bekam Käthe Kruse eine Tochter von dem Berliner Bildhauer und Bühnenbildner Carl Max Kruse.

Im Jahre 1904 begann Käthe Kruse Puppen für Ihre Kinder zu basteln. Max Kruse, welcher sie zwischenzeitlich auf den Monte Verità bei Ascona gebracht hatte, weigerte sich damals, handelsübliche Puppen zu kaufen. Die beiden hatten inzwischen 3 Töchter, man heiratete im Jahre 1910. Erstmals wurden jetzt im Berliner Warenhaus von Hermann Tietz Puppen von Käthe Kruse öffentlich ausgestellt. Käthe Kruse fertigte nun auch Puppen für andere Interessenten an, welche zunächst noch einfach schnörkellos waren. In der Folgezeit wurden ihre Puppen immer schöner, da Käthe Kruse hohe Ansprüche an ihre Arbeit stellte. So stellte sie nun auch Puppen her, welche im Aussehen ihren eigenen Kindern nachempfunden waren. Das natürliche Aussehen der Puppen wurde schon bald das Markenzeichen von Käthe Kruse.

Es folgten Aufträge aus Amerika, welche schon bald eine eigene Werkstatt und Angestellte forderten. Die gewünschten Stückzahlen lagen schon bald bei über 500 Puppen. So zog die Familie im Jahre 1912 von Berlin nach Bad Kösen. Die in Handarbeit hergestellten Puppen traten bald einen weltweiten Siegeszug an.

Der Erfolg hatte leider zur Folge, dass die Puppen von Käthe Kruse kopiert wurden, was ihre Einzigartigkeit in Gefahr brachte. Doch Käthe Kruse zeigte sich als Kämpferin und gewann im Jahre 1925 den Prozess um die Urheberschaft ihrer Puppen. Sie war zwischenzeitlich Mutter von 7 Kindern, ihr Betrieb wuchs immer weiter, und es folgte im Jahre 1934 die Produktion von Schaufensterpuppen.

Die Teilnahme an der Pariser Weltausstellung im Jahre 1937 war ein weiterer Höhepunkt in der Karriere von Käthe Kruse. Politisch eher uninteressiert passte sie sich an, wenn sie es geschäftlich für angebracht hielt. Dies zeigt sich auch an der Herstellung von Soldatenpuppen und ihren brieflichen Kontakt zu emigrierten jüdischen Freunden. Auch weigerte sie sich "halbjüdische" Angestellte zu entlassen. Zu Kriegszeiten gestaltete sich die Materialbeschaffung aus Deutschland als schwierig, Geschäfte im Ausland kamen fast vollständig zum Erliegen. Der Krieg forderte das Leben zweier Söhne von Käthe Kruse, ihr Mann starb im Jahre 1942.

Nach Kriegsende war die Produktion ihrer Puppen in der sowjetisch besetzten Zone kaum noch möglich, es folgte die Umwandlung in einen volkseigenen Betrieb im Jahre 1952. Der Kinderbuchautor Max Kruse sowie ein weiterer ihrer Söhne gründeten Werkstätten in Donauwörth und Bad Pyrmont.

Im Jahre 1954 ging Käthe Kruse in die Bundesrepublik Deutschland, ihre Puppen waren noch immer von Hand gearbeitet. auch blieben ihre selbst entworfenen Modelle erhalten. Aus Altersgründen war sie jedoch nicht mehr an der Produktion beteiligt. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte Käthe Kruse in München zusammen mit ihrer Tochter Maria.


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