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Ingo Maurer

  
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Ingo Maurer


Ingo Maurer

Der deutsche Industriedesigner Ingo Maurer (* 12. Mai 1932 auf der Reichenau) hat sich auf Licht spezialisiert hat.

Als Sohn eines Fischers wuchs Ingo Maurer, der sich auch als Erfinder betätigte, mit seinen vier Geschwistern auf der Insel Reichenau im Bodensee auf. Nach dem Tod seines Vaters absolvierte er eine Schriftsetzerlehre in Konstanz. Anschließend wechselte er zum Grafikdesign und studierte von 1954 - 1958 in München Gebrauchsgrafik. 1960 wanderte er in die USA aus, wo er als Grafikdesigner in New York und San Francisco bis 1963 arbeitete. 1966 gründete er als Autodidakt im Bereich Industriedesign unter dem Namen Design M eine Firma, in der er eigene Entwürfe für Lampen zur Produktreife entwickelte, produzierte und vertrieb. Einer seiner ersten Entwürfe, Bulb (1966) wurde bereits 1969 in die Design Collection Museum of Modern Art aufgenommen.

1984 stellte er das Niedervolt-Lichtsystem YaYaHo vor, das aus zwei horizontal gespannten Metallseilen und frei beweglichen Lichtelementen mit Halogenleuchtmitteln besteht. Das Lichtsystem wurde zur Vorlage für zahlreiche Nachahmer. Das Unternehmen Design M wurde in Ingo Maurer GmbH umbenannt und nach Bedarf vergrößert. Der Firmensitz blieb jedoch stets in München.

1989 zeigt die Fondation Cartier pour l'art contemporain in Jouy-en-Josas bei Paris Maurers erste Arbeiten mit Licht, die nicht kommerzieller Natur waren. Die Ausstellung trug den Titel Ingo Maurer: Lumière Hasard Réflexion. Seitdem wurden seine Entwürfe und Objekte in einer Reihe von Ausstellungen gezeigt, darunter die Einzelausstellungen Ingo Maurer: Arbeiten mit Licht in der Villa Stuck, München (1992), Licht licht im Stedelijk Museum in Amsterdam (1993), ephemer visionär Ingo Maurer.Licht im Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt. Das Vitra Design Museum organisierte 2002 die Ingo Maurer - Light - Reaching for the Moon, eine Wanderausstellung, die in Europa und in Japan gezeigt wurde. 2007 zeigte das Cooper-Hewitt National Design Museum in New York die Ausstellung Provoking Magic: Lighting of Ingo Maurer.

Seit 1990 beschäftigt sich Ingo Maurer neben der Gestaltung von Lampen für die serielle Herstellung auch mit der Planung von Lichtinstallationen für Räume öffentlicher und privater Auftraggeber, z.B. die kuppelförmigen Lichtobjekte für die U-Bahnstation Westfriedhof in München (1998). Für Issey Miyake realisierte er eine Installation für eine Modenschau in Paris (1999) sowie ein Lichtobjekt für Miyakes Londoner Showroom. 2006 gestaltete er Lichtobjekte wie -installationen für die Innenräume des Atomiums in Brüssel.

Bekannte Entwürfe sind u.a. die geflügelte Birne Lucellino (1992), die Scherbenlampe Porca Miseria! (1994). Maurer arbeitet seit den frühen 1980er Jahren mit einem Team von Designern/Entwicklern, die ihm bei der Umsetzung seiner Ideen unterstützen. Auf den Messen der Einrichtungsbranche in Frankfurt, Köln und Mailand fällt er seit den 1970er Jahren durch seine ungewöhnlichen Präsentationen auf. Im Jahr 1999 eröffnet Ingo Maurer in New York einen Showroom.

Ingo Maurer erhielt die nachstehenden Preise- und Auszeichnungen:

  • 1999 Designpreis der Landeshauptstadt München

  • 2000 Lucky Strike Designer Award der Raymond Loewy Foundation

  • 2002 Collab's Design Excellence Award, Philadelphia Museum of Art

  • 2003 Georg Jensen Prize, Kopenhagen

  • 2003 Oribe Award, Japan

  • 2005 Royal Designer of Industry (Ehrentitel) durch die Royal Society of Arts, London

  • 2006 Ingo Maurer wird die Ehrendoktorwürde durch das Royal College of Art in London verliehen


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