Highland Park

Im Jahre 1798 begann die Geschichte der nördlichsten Brennerei Schottlands, als Magnus Eunson auf dem Gelände der Destillerie anfing schwarz zu brennen.
1825 erbaute Robert Borwick die heutige Brennerei, die 1826 ihre Lizenz erhielt. Bis 1869 blieb sie im Besitz der Borwicks, danach folgten einige Besitzerwechsel. 1890 erwarb James Grant die Destillerie und ließ sie 1898 von zwei auf vier Brennblasen erweitern. Von 1918 bis 1937, wo sie von der Highland Distillers Group übernommen wurde, war die Brennerei stillgelegt. Von 1997 bis 2005 betrieben die Mitarbeiter auch die Scapa Destillerie, im Ausgleich dafür durften sie die dortigen Lagerhäuser mitbenutzen.
Das Ende einer 200 Jahre alten Tradition war der Tod der Destillierkatze Barlex, welche im März 2006 bei einem Autounfall verstarb. Einen Nachfolger wird es nicht geben.
Das Wasser der zur Region Highlands/Islands gehörenden Brennerei stammt aus den Cattie Maggie Quellen. Die Destillerie ist eine der wenigen, die heute noch selber in der eigenen Tennenmälzerei (floor maltings) mälzt. Gedarrt wird das Malz in den eigenen Kilns, wofür Torf aus dem nahe gelegenen, von Heidekraut überzogenem, Hobbister Moor verwendet wird. Das erzeugte Malz hat 20 ppm Phenol und wird mit zugekauftem ungetorften Malz vom Festland vermischt. Die Brennerei verfügt über einen Maischbottich (mash tun) (11,4 t) aus Edelstahl, 12 Gärbottiche (wash backs) (je 29.200 l) aus Holz, zwei wash stills (je 14.600 l) und zwei spirit stills (je 8.500 l) die durch Dampf erhitzt werden. Für die Lagerung werden ausschließlich ex-Sherry Fässer verwendet.
Von der Destillerie gibt es eine Vielzahl von Abfüllungen, wovon der 12-jährige und der 18-jährige (40 bzw. 43% Vol.) Maltwhisky am weitesten verbreitet sind. Die verschiedenen Geschmacksnoten reichen von Heidekraut, Torf, Seeluft bis zu Honig, wobei alle leicht süß schmecken.
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