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Herlitz

  
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Herlitz

Einer der größten und auch in Deutschland bekanntesten Papier- Büro und Schreibwarenproduzenten weltweit ist die Firma Herlitz.

Gründung der Firma war 1904 durch Carl Herlitz. Dieser war 31 Jahre lang der Leiter der Firma, er starb noch vor Kriegsbeginn. Günter Herlitz übernahm die Leitung der Firma und weitete den Vertrieb von Herlitz aus, u.a. in die Mark Brandenburg. Der Sitz der Firma wurde nach Berlin-Mitte in die Nähe des Spittelmarktes verlegt, wo man seinerzeit 6 Mitarbeiter beschäftigte. In der Kriegszeit übernahm seine Mutter Berta die Firmenleitung. Durch Kriegseinwirkungen wurden die Geschäftsräume die November 1943 zweimal völlig zerstört. Zunächst in Kellerräumen in Berlin-Moabit wurden die Geschäfte von Günter Herlitz im Sommer 1945 wieder aufgenommen. Als einziger von ca. 20 Berliner Fachgroßhandlungen gelang es der Firma Carl Herlitz während der Berlin-Blockade 1948/49, auf dem Luftweg von Westdeutschland ein Minimum an Ware zu beschaffen. Man weitete das Sortiment nach Aufhebung der Blockade weiter aus. Die Bedeutung der Firma im Bundesgebiet wuchs ständig (mittlerweile 50 Mitarbeiter). 1972 Umwandlung des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft.

Die rasante Entwicklung und wirtschaftliche Expansion der Firma war nicht mehr aufzuhalten. Die Umsatzzahlen steigerten sich von 2 Mio. Euro im Jahre 1960 auf 87 Mio. Euro im Jahre 1980 und 885 Mio. Euro im Jahre 1994. In den 80er- und 90er-Jahren wurden weitere Firmen der Papier- Büro- und Schreibwarenbranche übernommen, somit war Herlitz in diesem Bereich der erste Vollsortimenter. Es entstanden ausländische Vertriebsgesellschaften u.a. in der Schweiz, in Österreich und den Niederlanden (1977), Frankreich 1980, Texas/USA 1981-1990, Polen, Finnland und Ungarn (1992), sowie Tschechien 1993. 1994 wurde in Falkensee ein neues Versandzentrum in Betrieb genommen. Der Zukauf einer Papierfabrik in Russland geriet 1994/95 zum Desaster, auch der Einstieg ins Imobiliengeschäft misslang. 1996 Ausstieg von Günter Herlitz aus dem Aufsichtsrat und Ernennung zum Ehrenvorsitzenden. 1997 Verlust von 51 Mio. Euro. Im April 2002 wird Insolvenzantrag gestellt, dieser führt zu einer strategischen Neuausrichtung. Der Umsatz lag im Jahre 2006 bei 309 Mio. Euro.

Derzeitige Produktionsstätten liegen in Falkensee (Berlin), Berlin-Tegel, Posen (Polen), Most (Tschechien) sowie Rumänien und Großbritanien. Die Heritz-Logistik beliefert ca. 8500 Vertriebsstellen in Deutschland direkt, weitere 3000 Kunden europaweit. Der Exportanteil lag 2006 bei 37 %. Insgesamt sind 2300 Mitarbeiter, davon 1500 in Deutschland beschäftigt. Das Sortiment enthält ca. 12000 Artikel im Papier- Büro und Schreibwarenbereich, hiervon werden 60 % in Eigenproduktion hergestellt.


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