H & M

Das 1947 von Erling Persson in Västera gegründete Textileinzelhandelsunternehmen hat seinen Sitz heute in Stockholm. Das Bekleidungshaus firmierte damals noch unter „Hennes“, es wurde nur Damenbekleidung angeboten. Der Jagdbekleidungshändler Mauritz Widforss wurde 1968 übernommen. Da dieser auch Herrenkleidung führte wurde der Firmenname in Hennes & Mauritz geändert und eine Herrenkollektion wurde ins Sortiment aufgenommen. Im Hamburger Hanseviertel eröffnet 1980 die erste deutsche Filiale. Heute vertreibt die Firma Mode und Kosmetik.
„Mode und Qualität zum besten Preis“ lautet das selbst gesteckte Motto der Firma, welche im Jahre 2006 von der amerikanischen Organisation „Clean Production Action“ für ihre Bemühungen um Gesundheitsschonende Produktionsmethoden und Chemikaliensubstitution ausgezeichnet wurde. An die Konzepte hochwertiger Designerläden erinnert die Kollektion sowie die Geschäftslagen und das Marketing der Firma. Seit 2007 bietet die Firma seinen Verkauf auch im Internet an, neben Deutschland auch in Norwegen, Finnland, Dänemark und in den Niederlanden, sowie eine separaten Versandhandel.
Hauptsächlich in Asien und Europa findet die Produktion statt, jedoch nicht in eigenen Produktionsstätten, stattdessen arbeitet man mit etwa 700 Herstellern zusammen. Mit der australischen Popsängerin Kylie Minogue startete das Unternehmen 1998 eine groß angelegte Werbeaktion für Damenwäsche. Eine exklusive Kollektion von Karl Lagerfeld wurde im November 2004 angeboten, auch mit der Stardesignerin Stella McCartney arbeitete man im November 2005 zusammen. Es folgte eine Werbekampagne mit Popsängerin Madonna, welche für das Unternehmen nebenbei auch noch eine Kollektion von Traningsanzügen entwarf. Die niederländischen Design-Avantgardisten Viktor & Rolf standen 2006 Pate für eine fünfzigteilige Kollektion. Kylie Minogue stand ab Mitte Mai 2007 nochmals als Werbefigur für eine Bademodenkollektion zur Verfügung unter dem Titel H & M lover Kylie. Das Computerspiel Die Sims 2 enthält seit Juni 2007 ein eigenes Accesoires-Pack der Firma. Es enthält viele Kleidungsstücke und typische Bauelemente des Unternehmens. Modeschöpfer Roberto Cavalli, welcher Damen- und Herrenartikel für H & M entworfen hat, veröffentlichte im November 2007 weltweit in 200 Geschäften seine Kollektion für H & M.
Collection of Style (COS), das Edel-Konzept des Unternehmen, ist keine Firma oder Tochtergesellschaft, sondern lediglich ein Fashion-Konzept von H & M. COS. Dieses bietet eine Kollektion qualitativ hochwertiger und hochpreisiger Damen- und Herrenbekleidung.
Die Firma geriet in die Kritik, da ca. 60 % der Mitarbeiter unter schlechten sozialen Bedingungen in Billiglohnländern arbeiten. Man wirft der Firma vor, dass sie trotz des Verhaltenscodex (Code of Conduct) nicht in der Lage sei, das Verhalten seiner 2700 Lieferanten zu kontrollieren. Eine Einhaltung des COC ist für die Zulieferer teilweise unmöglich, da die Preise von H & M stark gedrückt werden. Zwangszweise angeordnete Überstunden und eine 7 Tage-Woche sind die Folge. Von einem schwedischen Fernsehsender wurde 2007 nachgewiesen, dass bei H & M Baumwolle aus Usbekistan verarbeitet wird, welche dort hauptsächlich in Kinderarbeit geerntet wird. In seinen hauseigenen Prinzipien verpflichtet sich H & M jedoch zu humanen Arbeitsbedingungen für seine Mitarbeiter. Die Einhaltung dieser Bestimmungen wird seit 2006 von der Fair Labor Association kontrolliert. Auch unterstützt das Unternehmen zahlreiche soziale und ökologische Organisationen.
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