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Goodyear

  
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Goodyear


Goodyear
Gründungsjahr: 1898
Gründer: Frank Seiberling
Hauptsitz: Akron/Ohio

Entstehung des Firmennamens:

Das Unternehmen wurde nach dem Entdecker der Vulkanisation und Begründer der modernen Gummiindustrie, Charles Goodyear, benannt.

Geschichte:

Gegründet wurde das Unternehmen von den Brüdern Frank und Charles Seiberling, welche deutscher Abstammung waren. 1898 kaufte Frank Seiberling in Akron eine stillgelegte Fabrik, kurz danach stieg auch sein Bruder in das Unternehmen ein.

Zunächst fertigten 13 Mitarbeiter Erzeugnisse wie Löschschläuche, Pokerchips oder Hufeisenunterlagen, sowie auch Reifen für Fahrräder und Kutschen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verbreiteten sich Automobile zunehmend, 1901 bereifte Goodyear den Rennwagen von Henry Ford. Schon bald beschäftigte das Unternehmen über 600 Mitarbeiter und hatte auch schwierige wirtschaftliche Zeiten zu überstehen, neue Produkte halfen Goodyear jedoch, auch diese zu meistern. Im Jahre 1908 wurden auch das berühmte Ford Modell T sowie Daimler-Fahrzeuge mit Goodyear-Reifen ausgestattet, ab 1909 wurden auch Flugzeugreifen und später auch Rennreifen für den Motorsport produziert. In den frühen 20er Jahren machte dem Unternehmen zunehmend die Rezession zu schaffen. Die Brüder Seiberling mussten das Unternehmen verlassen und es wurden neue Führungskräfte eingestellt. Im Jahre 1910 wurde ein Fertigungswerk in Kanada gebaut, später folgten weltweit weitere Niederlassungen. 1927 wurde das erste europäische Reifenwerk in England eröffnet, in den 30er Jahren war aus Goodyear ein multinationaler Großkonzern geworden, bereits 1939 besaß das Unternehmen 7 Fabriken sowie Kautschuk- und Baumwollplantagen. Im Jahre 1954 wurde die Deutsche Goodyear GmbH gegründet, 5 Jahre später ging das Reifenwerk in Philippsburg in Planung, 1957 wurde in Luxemburg ein Technisches Zentrum zur Reifenentwicklung gegründet. Goodyear war auch wesentlich an der Entwicklung von synthetischem Kautschuk beteiligt, im 2. Weltkrieg wurden kurzzeitig Flugzeuge produziert. Auch die Apollo-Missionen 1969 und 1971 waren mit Bremsen, Schwimmkissen sowie Reifen für ein Transportfahrzeug mit Goodyear-Produktion ausgestattet.

Mit den 80er Jahren konnten sich auch die Hauptkonkurrenten von Goodyear, Michelin und Bridgestone, immer mehr am Markt behaupten. 1986 geriet das Unternehmen in eine Krise, nachdem der britische Milliardär Sir Goldsmith eine feindliche Übernahme plante, welche jedoch abgewendet werden konnte. Im Zuge von Umstrukturierungs-Maßnahmen wurde danach u.a. der Luft- und Raumfahrtsbereich verkauft. Die 90er-Jahre brachten dann endlich den Aufschwung, 1993 konnte auch nach China expaniert werden. Durch den Zusammenschluss mit Sumitomo Rubber Industries, sind mittlerweile über 100.000 Mitarbeiter bei Goodyear beschäftigt. Neben Reifen werden heute u.a. auch Spielzeug, Schuhe, Golf- und Tennisbälle hergestellt.

Produktpalette:

Reifen, Golf- und Tennisbälle, Spielzeug, Schuhe, Farben.

Besonderheit:

Das Unternehmen stellte nicht nur Reifen her, sondern ist auch weltberühmt für seine "Goodyear-Blimps", wobei der Großteil der produzierten Luftschiffe vor und nach dem 2. Weltkrieg als Militär-Luftschiffe für die US-Marine gebaut wurde.


MARKEN-Tags

Reifen Golfbälle Tennisbälle

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