Dynacord

| Gründungsjahr: | 1945 |
| Gründer: | Werner Pinternagel |
| Hauptsitz: | Straubing |
Entstehung des Firmennamens:
Die ersten produzierten Verstärker des Unternehmens werden unter dem Markennamen "Dynacord" vertrieben, dies wird später auch der Firmenname.
Geschichte:
Das Unternehmen wird im Jahr 1945 von Ing. Werner Pinternagel in Pilsting (Landkreis Landau an der Isar) gegründet, anfangs befasst man sich mit "niederfrequenter Übertragungstechnik". Mit einem Beschäftigten werden in einem umgebauten Pferdestall Radios repariert, mit einfachsten Mitteln wird schließlich der erste Verstärker gebaut. Die eigentliche Geschichte der Firma Dynacord beginnt im Herbst des Jahres 1946, es werden Entwicklungsarbeiten für Verstärkertechnik durchgeführt. Der Betrieb läuft unter dem Namen "Feinmechanik und Funktechnik", das notwendige Geld zur Firmengründung leiht sich Werner Pinternagel von Verwandten. Nun beginnt die bescheidene Produktion von Instrumentenskalen, Gehäusen u.a., der Schwerpunkt liegt auf dem elektro-akustischen Sektor.
Im Jahr 1947 siedelt der Betrieb nach Landau um und das Unternehmen vergrößert sich. Es werden 4 Mitarbeiter eingestellt und die Verstärker für Schallplatte, Tonband und Rundfunk werden produziert. Es handelt sich um Röhrenverstärker mit Eingängen für hochohmige Mikrofone, Rundfunk und Kristall-Tonabnehmer. In den ersten Jahren ist auch die Herstellung sogenannter "Kinoverstärker" für Lichtspieltheater ein Produktionsgebiet des Unternehmens. Zu dieser Zeit firmiert man unter dem Namen "Funktechnik und Gerätebau, Ing. Werner Pinternagel", die Geräte werden kurzzeitig unter dem Markennamen "Dynaphon" hergestellt und vertrieben. 1948 werden die ersten Misch- und Kofferverstärker unter dem Firmennamen "Dynacord Ing. W. Pinternagel" als Marke Dynacord auf den Markt gebracht.
Ab 1950 hat die Firma Dynacord große Erfolge mit den Kofferverstärkern, das Unternehmen gehört auch zu den Veteranen der Großen Deutschen Funkausstellungen, bereits auf der ersten Schau nach dem 2. Weltkrieg ist Dynacord vertreten. 1953 werden die ersten Export-Aufträge angenommen, im Folgejahr wird das Unternehmen in eine K.G. umgewandelt. Im Jahr 1955 wird die Geräteserie "Goldene Reihe" auf den Markt gebracht, welche ein großer Erfolg wird, diese wiesen bereits Hi-Fi-Merkmale auf. Ab Januar 1957 wird das Unternehmen in eine Einzelfirma umgewandelt und firmiert künftig unter "Dynacord, Ing. W. Pinternagel", im Folgejahr werden bereits Stereo-Verstärker entwickelt. 1958 wird die Produktion nach Straubing verlegt, in den folgenden Jahren steigen die Umsätze des Unternehmens kontinuierlich an. In der Folgezeit wurde die Notwendigkeit eines Neubaues immer unumgänglicher, so dass der Betrieb schließlich nach Straubing verlagert wurde.
Ab 1959 befasste sich Dynacord auch mit der Herstellung von hydro-elektronischen Geräten, Hauptabnehmer waren Elektrogroß- und Fachhandelsbetriebe. In diesem Jahr wurde auch das populäre "Echochord" auf den Markt gebracht. Die ersten Ansätze zu ELA-Verstärkern gehen bis auf den Beginn der Firmengeschichte zurück, 1960 verstärkte sich dieser Trend mit dem Hi-Fi Mischverstärker MV 35. Unter der Bezeichnung Echcord Super wurde das einfache Echo- und Nachhallgerät Echocord abgelöst. 1962 stellt das Unternehmen von Einzel- auf Serienfertigung um, danach folgt die Produktion des ersten Bassverstärkers und der entsprechenden Bassboxen. 1965 beschäftigt das Unternehmen bereits ca. 250 Mitarbeiter, das Lieferprogramm wurde um elektronische Musikinstrumente, Mikrofone, Schallstrahler usw. erweitert, der Fertigungsablauf weitgehend rationalisiert.
Ein eigenes Netz von Auslandsvertretungen sorgte dafür, dass die Produkte nach Europa, Amerika, Afrika und Ostasien geliefert werden. Ab 1966 wird nur noch über den Fachhandel vertrieben und nicht mehr an den Endkunden verkauft. 1969 fusioniert das Unternehmen mit Echolette, zu diesem Zeitpunkt war Dynacord eine GmbH & Co.KG mit insgesamt 10 Teilhabern. Im Jahr 1970 verkauft Ing. Werner Pinternagel sein Unternehmen an die 9 Gesellschafter, im Folgejahr beginnt die Grundsteinlegung für eine neue Fabrik, 1972 "beschallt" Dynacord die Olympischen Spiele in München. Im Folgejahr wird der Vertrieb der Moog-Synthesizer "Mini-Moog" und "Sonic-Six" für die BRD, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein übernommen. 1974 stellt Dynacord für die Hitparaden-Tournee mit Dieter Thomas Heck die komplette Beschallungsanlage. Auch in der Folgezeit wächst das Unternehmen kontinuierlich und die Produktpalette wird ständig um neue innovative Produkte erweitert, Produktneuheiten werden stets mit renommierten Preisen ausgezeichnet.
1990 übernimmt Mark IV Industries GmbH 80 % der Anteile von Dynacord, der Vertrieb läuft weiterhin von Straubing aus, 1991 übernimmt Dynacord den Vertrieb der Produktpalette Altec Lansing, Electro-Voice, DDA, Gauss, Klark-Teknik, Midas, Univeristy Sound und Vega in Deutschland, die Marke Dynacord wird nach wie vor weltweit in über 120 Ländern vertrieben. 1997 verkauft Mark IV Industries Inc. seine weltweiten Mark IV Audio-Anteile an Greenwich Street Capital Partners, New York. Auch das neue Jahrtausend fängt für Dynacord vielversprechend an mit der Präsentation 4 neuer Produkte, das Unternehmen arbeitet ständig daran, seine Qualitätsstandards zu verbessern. 2002 wird eine weitere Weltneuheit auf dem Beschaffungsektor vorgestellt, das Dynocord-Cobra-Compact-Line-Array-System. Auch das Jahr 2004 wird für Dynacord ein weiteres Jahr mit vielen Ereignissen, Erfolgen und Glanzlichtern und auch 2005 gewannen Dynacord-Produkte viele begehrte Awards. Anlässlich der in Deutschland ausgetragenen Fußball-WM 2006 haben sich die meisten Stadion-Betreiber für die Lautsprecher- und Paging-Systeme sowie Remote-Verstärker der Marken Electro-Voice und Dynacord entschieden.
Produktpalette:
Mischverstärker mit verschiedenen Ausgangsleistungen, spezielle Solistenverstärker, Echo-/Nachhallgeräte zur Erzeugung von Trickeffekten, Schallstrahler verschiedener Leistungsstufen, Spezialgeräte, wie den automatischen Farblichtwerfer Dynacolor, Mikrofone, Mikrofonzubehör sowie elektronische Musikinstrumente.
Besonderheit:
Am 18. Juni 2005 gelang in der Stadt Miami, Ohio, Rock 'n' Roll Legende Chubby Checker gemeinsam mit über 2.000 Tänzer und Tänzerinnen der Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Die Soundcompany West Carrollton sorgte mit zwei DYNACORD COBRA-Systemen für genügend Power.
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