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Canon
Gründungsjahr: 1937
Gründer: Yoshida Goro, Uchida Saburo und Takeshi Mitarai
Hauptsitz: Tokio, Japan

Entstehung des Firmennamens:

Der Name des Unternehmens ist wohl von der Bezeichnung des ersten Kameraprototypen Kwanon abgeleitet (benannt nach dem buddhistischen Bodhisattva der Barmherzigkeit, Kannon).

Geschichte:

Unter der Bezeichnung Kwanon produziert das Unternehmen bis Juni 1934 die ersten Prototypen. Diese erinnern optisch stark an die Leica I, welche heute zu horrenden Preisen gehandelt werden. Die Canon "Hansa Canon" kam im Februar 1936 auf den Markt, das Angebot wurde am dem Jahre 1939 um Leica-Nachbauten ergänzt.

Überwiegend Kleinbild-Messsucherkameras und dazugehörige Objektive bestimmen das Angebot in den nächsten 25 Jahren, die Canon-V war Vorreiter für das typische "Canon-Design". Es folgten die Modelle Canon V-T sowie Canon VI, Canon-7 und Canon-P, welche sich auch mit den Produkten der Konkurrenz messen konnten. Diese verfügten über Schnellspannhebel, Filmrückspulkurbel sowie aufklappbare Rückwand. Ab dem Jahre 1961 war auch ein Belichtungsmesser eingebaut. Auch wurden zu dieser Zeit hervorragende Objektive entwickelt, unten den Herstellern Zunow, Nikon und Canon entstand ein Konkurrenzkampf um die lichtstärksten Objektive. Berühmt wurde das lichtstärkste Normalobjektiv 0.95/50, welches als einziges serienmäßig gebaut wurde. Dieses passte nur an die Canon-7. Die Einstellung der Kleinbild-Messsucherkameras war im Jahre 1968, da vom Markt jetzt anspruchsvollere Kameras gefordert wurden.

So folgte die Einführung von Spiegelreflexkameras im Jahre 1964, was für die Firma Canon einen großen Erfolg bedeutete. Die Filmeinführung wurde wesentlich vereinfacht, und nach dem die Rückwand geschlossen wurde, wurde der Film durch manuelles Spannen automatisch weitergeführt, jedoch setzte sich dieses System vorerst noch nicht durch. Die Modelle der F-1-Serie gab es wahlweise auch mit motorischem Filmtransport, auch die 1972 vorgestellte "Schnellschusskamera" F-1 stellt eine Besonderheit dar, da der Fotograf ein bewegtes Objekt stets im Sucher behalten kann. Auch aufgrund seines hohen Preises war diese Kamera, welche in 3 Versionen gefertigt wurde, für Profifotografen gedacht und wurde nur auf Bestellung geliefert. Auch wurden verschiedene Sondermodelle angefertigt, wie zum 50. Firmenjubiläum von Canon und den Olympischen Spielen der Jahre 1976, 1980 und 1984. Auch für die amerikanische Armee wurde ein Sondermodell entwickelt.

Die im April 1976 Canon AE-1 mit Blendenautomatik war eine Revolution in der Kameratechnik, da das Belichtungsprogramm von einer CPU gesteuert wurde. Sie war somit die erste vollelektronische Spiegelreflexkamera, als Meilenstein der Kameratechnik gilt noch heute die A-1 (erschienen im April 1978), welche u.a. über 5 Automatikprogramme verfügt. Mit der AE-1 folgte hier 1981 das Nachfolgemodell, welche auch über eine Programmautomatik verfügte, die im März 1982 eingeführte AL-1 QF war ein Vorläufer des Autofokus. Die vollständig manuelle funktionierende AT-1 war ein weiteres Modell der A-Serie. Von der Profikamera F-1 wurde auch ein Amateurmodell entwickelt, dieses verfügte über einen Hybridverschluss sowie über eine Blendenautomatik. Die F-1N war ein Profimodell in Modulbauweise, welche aus Herausforderer der Nikon F3 galt. Jedoch erst mit Einführung des Autofokus konnte Canon stärker in den Profibereich eindringen und die Konkurrenz hinter sich lassen.

Die Modelle der F- A- und F-Serien, welche heute um die 40 Jahre alt sind, funktionieren größtenteils bis heute ohne Probleme. Jedoch ist bei den älteren Modellen der mechanischen F-Serie die Stromversorgung für den Belichtungsmesser durch 1,35 Volt Quecksilberbatterien problematisch. Diese Batterien sind nicht mehr zulässig. Die EF kann hingegen mit problemlos erhältlichen 1,5 Volt Alkali Batterien betrieben. Auch werden verschiedene Modelle mit quecksilberfreien 6 Volt Batterien betrieben.

Es folgt im März 1983 die Einführung der T-Serie, beginnend mit der T-50, welche noch nicht über Autofokus verfügt. Die T-70 wurde zur Spitzenkamera für den Amateur mit einem zusätzlich eingebauten Winder und vier Automatikprogrammen, welche für alle an die Kamera passenden FD-Objektive nutzbar sind. Die Kamera kann auch auf manuellen Betrieb eingestellt werden, auch wurde ein optimal angepasstes Blitzlicht entwickelt. Die äußerst erfolgreiche Kamera wurde auch mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet.

Die T-90 war das am besten ausgestattete Modell mit dem Canon FD Bajonett, sie enthält eine TTL-Blitzautomatik und erreicht eine Serienbildrate von 4,5 Bildern pro Sekunde. Außerdem beherrscht sie wahlweise die Selektiv-, die Integral-, oder die Multi-Spotmessung. Auch wurde ein speziell auf diese Kamera zugeschnittenes Blitzlicht entwickelt. Das revolutionäre Design wurde von Luigi Colani entwickelt.

Das Gegenstück zur T-90 ist die T-60, welche Anfang der 90er Jahre herausgebracht und von Cosina produziert wurde. Die aus Kunststoff hergestellte Kamera wirkt optisch nicht besonders hochwertig, als reiner Zeitautomat mit allen manuellen Eingriffsmöglichkeiten, ist sie trotzdem gefragt. Die Besonderheiten der Canon-Systemblitze können nicht genutzt werden, auch kann kein Motorantrieb angeschlossen werden. Die T-80 war die erste Spiegelreflexkamera mit echtem Autofokus, welche von Canon auf den Markt gebracht wurde. Im März 1987 stellt das Unternehmen die erste Autofokus-Spiegelreflexkamera mit dem völlig neuen EF Bajonett für das Kleinbildformat vor, die EOS 650, es folgen 1989 die fast lautlosen Ultraschall-Motoren. Mit der EOS 1 (was für Electronic Optical System steht) wurde Canon unter Sportfotografen innerhalb weniger Jahre zur führenden Marke.

Eine deutsche Niederlassung von Canon wurde in 1973 Düsseldorf gegründet, der Umzug nach Willich folgte im Jahr darauf. Eine Handelsniederlassung befindet sich in Krefeld. Canon Deutschland beschäftigt ca. 1100 Mitarbeiter und erzielte 2001 einen Umsatz von 874,4 Millionen Euro. Die österreichische Niederlassung befindet sich seit 1975 in Wien.

Produktpalette:

Filmkameras, Videokameras, Ferngläser, Fax- und Kopiergeräte sowie Scanner und Drucker. Mittlerweile auch Maskenjustierer sowie Stepper für die Halbleiterproduktion und Sonnenkollektoren.

Besonderheit:

Im Jahre 2004 wurde die Canon Deutschland GmbH mit der negativen "Big Brother Award" ausgezeichnet. Sie erhielt diese in der Kategorie "Technik" für das Einbetten einer weltweit einmaligen, unsichtbaren Geräte-Kennung in sämtlichen Farbkopien professioneller Farblaserkopierer. Somit bestünde die Möglichkeit der exakten Einkreisung von z. B. Urhebern von anonymen Protestschreiben oder Anführern von Demonstrationen. Die Sicherung war ursprünglich dazu gedacht, Banknoten vor dem Fälschen zu schützen.


MARKEN-Tags

Canon Foto Digitalkamera Camcorder Drucker Tischkopierer Consumer Electronic

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