Bogner

| Gründungsjahr: | 1932 |
| Gründer: | Willy Bogner |
| Hauptsitz: | München |
Entstehung des Firmennamens:
Dieser geht auf den Firmengründer, Willy Bogner, zurück.
Geschichte:
Im Jahr 1932 gründet Willy Bogner zusammen mit einem Freund in München den Willy-Bogner-Skivertrieb, ein Importgeschäft für Ski, Strickwaren und Ski-Zubehör aus Norwegen. Willy Bogner ist tagsüber im Geschäft, abends trainiert er und seine Popularität als Skisportler wächst ständig. So wird er 11 mal deutscher Meister in der Nordischen Kombination und 5 mal bayrischer Meister. 1935 wird Willy Bogner dritter bei der Weltmeisterschaft, 1936 spricht er den olympischen Eid bei der Winter-Olympiade in Garmisch-Partenkirchen. Zum ersten Mal tragen er und die deutsche Olympiamannschaft Bogner-Sportkleidung. Somit ist der Grundstein für den späteren Erfolg des Unternehmens gelegt. Gemeinsam mit seiner Frau entwirft und produziert er seine Kollektion. Bis heute ist Bogner offizieller Ausrüster der deutschen Olympiamannschaft und des DSV-Teams. 1937 heiraten Willy Bogner und Maria Lux, welche ein gutes Gespür für Mode und Material besitzt. In den Bogner-Ateliers werden nun u.a. Blusen, Dirndl und Wandermode entworfen und hergestellt. 1939 kommt seine Tochter zur Welt, danach folgen noch zwei Söhne. Als Willy Bogner 1947 aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, hat seine Frau die Produktion bereits wieder aufgenommen. In einer Baracke in Oberaudorf nähen 25 Frauen auf schrottreifen Nähmaschinen Schürzen für die Trümmerfrauen. Bereits 1 Jahr später laden Willy und Maria Bogner zu ihrer ersten Modenschau ein, hier präsentiert Maria Bogner ihre erste eigene Kollektion, welche sie auch selbst vorführt. Ihre rasant geschnittenen Keilhosen bringen den ersehnten Chic in den Sport und auf die Skipisten. Auch berühmte Persönlichkeiten wie Marilyn Monroe und Ingrid Bergmann tragen Mode von Bogner. 1950 wird in neuen Räumlichkeiten die erste Kollektion für Männer produziert, der Erfolg des Unternehmens reißt auch in der Folgezeit nicht ab. 1960 beschäftigt das Unternehmen rund 500 Mitarbeiter, 1966 nimmt eine Zweigstelle in Mainburg/Niederbayern seine Produktion auf. Ein Jahr später zieht sich Willy Bogner vom internationalen Skisport zurück und widmet sich seinem großen Hobby, dem Filme machen. So sind u.a. seine Passagen in 4 James-Bond-Filmen spektakulär, daneben ist er auch als Modefotograf und in der Werbung tätig. 1968 erzielen 800 Mitarbeiter einen Umsatz von fast 40 Millionen DM. 1973 wird die Tochtergesellschaft Bogner of America gegründet, 1976 folgt ein Zweigwerk in Niederbayern.
Im Jahre 1977 stirbt Willy Bogner sen. nach langer, schwerer Krankheit. In der Folgezeit wird die Produktpalette von Bogner auch um Sonnenbrillen, Düfte, Uhren und eine Kosmetikserie erweitert. Das Unternehmen ist mittlerweile weltweit mit seinen Produkten auf dem Markt vertreten. Im September 2002 eröffnet in Berlin am Kurfürstendamm das erste eigene Bogner-Haus, ein Jahr später eröffnet in München der erste Bogner-Jeans-Store. Auch am neuen Terminal 2 des Münchner Flughafens eröffnet Bogner im Juni 2003 einen Laden. Im September 2004 eröffnet der erste Bogner-Store in Warschau.
Produktpalette:
Sportbekleidung, Sonnenbrillen, Düfte, Kosmetik, Uhren
Besonderheit:
Im Jahre 1986 kommt Willy Bogners Film "Feuer und Eis" in die Kinos, welches sein größte Filmerfolg wird. Kunst, Tanz, Spiel und Sport mischen sich hier zu einem faszinierenden Musical. 2006 feiert der Film sein digitales Comeback in den Kinos und auf DVD.
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