BMW

| Gründungsjahr: | 1916 |
| Gründer: | Gustav Otto |
| Hauptsitz: | München |
Entstehung des Firmennamens:
Dieser leitet sich vom Sitz des Unternehmens ab: Bayrische Motoren Werke
Geschichte:
BMW ist ein deutscher Hersteller von Automobilen, Motorrädern und Motoren mit Hauptsitz in München. Vorgänger des Unternehmens waren die im Jahre 1913 von Karl Rapp gegründeten Rapp Motorenwerke. Nach der Umwandlung in eine AG änderte sich er Firmenname in BMW AG. Geschäftsführer war bis 1942 Franz Josef Popp, in der jungen Firma machte sich der Ingenieur Max Friz einen Namen, welcher 1917 einen Flugzeugmotor entwickelte. Diese Konstruktion bewährte sich und so erhielt BMW von der Preußischen Heeresverwaltung einen Auftrag über 2.000 Motoren. Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Versailler Vertrag schien jedoch bereits das Ende der Firma gekommen zu sein. Durch den Friedensvertrag war es für 5 Jahre verboten, in Deutschland Flugzeugmotoren herzustellen. Im Jahre 1922 verlässt der Hauptaktionär, Camillo Castiglioni, die Firma. Er geht zu den Bayerischen Flugzeugwerken und nimmt die Namensrechte an BMW mit. Somit werden aus den Bayerischen Flugzeugwerken die Firma BMW. Im Jahre 1923 wird das erste Motorrad entwickelt, Die Entwicklung der R 32 gelang Max Friz in nur 5 Wochen, das Grundprinzip wurde bis heute erhalten. Nun werden auch wieder Flugmotoren hergestellt.
1928 übernimmt BMW die Fahrzeugfabrik Eisenach A.G., welche den Kleinwagen Dixi herstellt. Somit ist der Grundstein zur Automobil-Herstellung gelegt. Ein Jahr später wird das erste Serien-Automobil hergestellt, welches ein Lizenzbau des britischen Austin Seven war. 1932 ging dann der erste "echte" BMW unter dem Namen AM1 in Produktion. Die erste komplette Neukonstruktion unter dem Namen BMW der war 1933 entwickelte 303, welcher eine Konstruktion von Fritz Fiedler war. Ab 1933 wurden wieder verstärkt Flugzeugmotoren produziert, so auch in Eisenach. Jedoch wurden in dieser Zeit auch attraktive Automodelle produziert. Der 328 überzeugte auch durch seine zahlreichen Erfolge bei Sportwagen-Rennen. Somit hatte sich das Unternehmen einen Ruf als Hersteller von sportlichen Automobilen gemacht. In England wurde der 328 in Lizenz nachgebaut.
Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die Produktion bei BMW fast vollständig auf den Bau von Flugmotoren umgestellt. Auch wurden die sogenannten "Wehrmachtsgespanne", Motorräder mit Beiwagen, sowie das Automodell 325 nach Vorgaben der Wehrmacht produziert. Zur Fertig der Flugzeugmotoren wurden von BMW fast ausschließlich Zwangsarbeiter beschäftigt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war das Stammwerk in Münchner fast vollständig zerstört, das Automobilwerk Eisenach wurde von der Sowjetunion übernommen. Nun konnte das Eisenacher Werk die Vorkriegs-Typen unter dem Namen BMW wieder anbieten. BMW in München ließ jedoch das Führen des Namens BMW im Jahre 1951 verbieten, worauf die Produkte aus Eisenach unter dem Namen EMW vertrieben wurden, 1952 erklärte man das Werk in Eisenach zum Volkseigenen Betrieb.
Das Stammwerk in München war zerbombt und von Demontagen betroffen, so dass zunächst nur Motorräder, Kochtöpfe und Fahrzeugbremsen produziert werden konnten. Erst 1951 kam der BMW 501 auf den Markt, ein Luxusmodell mit 6-Zylinder-Motor. Aufgrund der aufwändigen Produktion machte das Unternehmen zunächst erhebliche Verluste, auch war zu dieser Zeit der Absatz von Motorrädern stark rückläufig. Auch der ab 1955 produzierte Kleinstwagen Isetta konnte die Krise des Unternehmens nicht abwenden, es fehlten die Autos der Mittelklasse im Produktsortiment. 1959 kam es zu einer spektakulären Hauptversammlung, als der Vorstand und der Aufsichtsrat, ein Angebot zum Verkauf der Firma an Daimler-Benz vorlegten, die Kleinstaktionäre sollten enteignet werden. Das Schicksal des Unternehmens schien bereits besiegelt, jedoch konnten die Belegschaft und Betriebsräte sowie BMW-Händler und Kleinaktionäre den Verkauf abwenden. Im nachhinein stellte sich auch heraus, dass die Bilanz fehlerhaft gewesen war. So blieb das Unternehmen selbständig, doch fehlte nach wie vor ein Mittelklasse-Modell. Das Geld für die Entwicklung beschaffte der Industrielle Herbert Quandt durch den Kauf von Aktien, so dass die Banken ihren Einfluss auf die Firma BMW verloren. Auch durch den Verkauf des Turbinen-Werkes in Allach wurden finanzielle Mittel zur die Entwicklung eines Mittelklasse-Modells beschafft. So wurde 1962 der BMW 1500 vorgestellt, auch die Versionen BMW 1800 und BMW 2000 waren äußerst erfolgreich. 1966 hatte das Unternehmen mit den Modellen 1602, 1802, 2002/2002tii endgültig den Weg aus der Krise gefunden. 1967 folgte die Übernahme der Hans Glas GmbH in Dingolfing, 1968 begeisterte der BMW E3 "2500" die Fachwelt.
Von 1970 - 1993 ist Eberhard von Kuenheim Vorstandsvorsitzender bei BMW, welcher dem Unternehmen beispiellose Umsatzzuwächse beschied, auch die Zahl der Mitarbeiter wurde in dieser Zeit mehr als verdreifacht. Auch entstanden neue Produktionsstandorte in den USA, Südarfika, Österreich und Deutschland. 1973 zog das Unternehmen in das neue Hauptverwaltungsgebäude, 1990 wurde das "Forschungs- und Innovationszentrum" eröffnet. Anfang der 90er Jahre übernahm BMW den britischen Hersteller Rover Group, was sich als folgenschwerer Fehler erwies, und das Unternehmen 9 Milliarden DM kostete. Auch die beiden Mitarbeiter Bernd Pischetsrieder (Vorstandsvorsitzender) und Wolfgang Reitzle (Technikvorstand) schieden daraufhin bei BMW aus. Die erwarteten Verkaufszahlen wurden mit dem Rover nie erreicht, am 16.03.2000 wurde daher die Produktion eingestellt, und Land Rover ging daraufhin an Ford. 2003 erhält BMW die Markenrechte für Rolls-Royse und bringt die Luxuslimousine unter dem Namen Phantom auf den Markt. Für dieses Fahrzeug wurde in England ein neuer Stammsitz geschaffen. Im Jahr 2006 erzielt BMW einen Nettogewinn von 2,874 Milliarden Euro, und beschäftigt weltweit ca. 106.500 Mitarbeiter. Die Aktie ist an der Deutschen Börse im DAX notiert.
Produktpalette:
Automobile, Motorräder, Motoren
Besonderheit:
BMW-Aktien sind heute auch verstärkt im Bereich der historischen Wertpapiere gefragt. So erfreuen sich die sogenannten Nonvaleurs großer Beliebtheit. In ihrer Eigenschaft als Sammelgegenstände erfreuen sich diese Reichsmarktaktien auch bei BMW-Freunden großer Beliebtheit, wo sie als besondere Geschenke oder dekorativer Wandschmuck gefragt sind.
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