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AMD

  
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AMD
Gründungsjahr: 1969
Gründer: Jerry Sanders und John Carey
Hauptsitz: Sunnyvale, Kalifornien, USA

Geschichte:

Jerry Sanders und seine 7 Mitarbeiter hatten bis zum 01.05.1969 hart gearbeitet, um die Firmengründung mit einfachen Mitteln zu ermöglichen. Erst im Jahr zuvor hatte Jerry Sanders seinen Posten als Direktor bei Fairchild Semiconductor an den Nagel gehängt. Sein Ziel war die Gründung eines erfolgreichen Halbleiterunternehmens, welches den Herstellern von Elektronikgeräten im Bereich Computer, Messtechnik und Kommunikation komplexere Bausteine anbieten sollte. Zunächst befand sich der Sitz des Unternehmens im Wohnzimmer von John Carey, später konnten 2 Räume im Gebäude einer Teppichschneidefirma in Santa Clara bezogen werden. Danach konnte das Geld für den Aufbau einer Fertigung beschafft werden, und AMD zog in ein Haus am Thomson Place 901 in Sunnyvale, dies war der erste feste Firmensitz des Unternehmens. In den ersten Jahren stellte das Unternehmen Bauelemente für alternative Energien her. Dies waren Produkte anderer Firmen, welche bei AMD hinsichtlich Leistung und Geschwindigkeit optimiert wurden. Das Unternehmen führte auch eine Qualitätsgarantie ein, was damals einmalig war. So sollten alle Produkte ohne Aufpreis dem strengen Militärstandard MIL-STD-883 entsprechen. Schon 5 Jahre nach der Firmengründung konnte AMD 1500 Mitarbeiter beschäftigen, welche mehr als 200 unterschiedliche Produkte fertigten, und es wurde ein Jahresumsatz von fast 26,5 Millionen US-Dollar erzielt.

In der Zeit von 1974 - 1979 zeigte die Firma AMD einen seiner wichtigsten Charakterzüge, nämlich Beharrlichkeit. So konnte das Unternehmen von 1974 - 1975 seinen Jahresumsatz auf 168 Millionen US-Dollar steigern, was einer durchschnittlichen Wachstumsrate von über 60 % pro Jahr entsprach. In dieser Zeit wurden auch die Produktionskapazitäten deutlich vergrößert und es entstanden weitere Standorte. Ab dem Jahre 1979 werden die AMD-Aktien auch an der New Yorker Börse gehandelt. Zum Ende des Geschäftsjahres 1981 hatte das Unternehmen seine Verkäufe im Vergleich zu 1979 mehr als verdoppelt, AMD war führend, wenn es um Investitionen in Forschung und Entwicklung ging. Anlagen und Werke expandierten mit Schwerpunkt auf Texas, in San Antonio wurden neue Fertigungen errichtet, in Austin wurde mehr Raum für Fabs geschaffen. Mittlerweile war AMD einer der größten Teilnehmer im Rennen um Anteile im weltweiten Halbleitergeschäft geworden. 1981 sind AMD-Chips im Spaceshuttle Columbia vorhanden, 1982 unterzeichnen AMD und Intel ein Abkommen zum Technologieaustausch, 1983 folgt die Gründung der AMD Singapore incorporated. Zum 15. Firmenjubiläum feiert AMD dieses Jahr als eines der umsatzstärksten, die Angestellten können sich über Gewinnbeteiligungen in Rekordhöhe freuen. 1986 ändert sich die Marktlage jedoch drastisch, da japanische Halbleiterhersteller nun den Speichermarkt dominieren, und die Nachfrage nach Chips sehr begrenzt war. Im Jahre 1989 musste die gesamte Firma umstrukturiert werden und die Submikrometer-Aktivitäten wurden mit dem Bau eines Entwicklungszentrums gestartet. Um im harten Wettbewerbsumfeld weiter bestehen zu können, ging AMD neue Wege mit der Produktion von IBM-kompatiblen Mikroprozessoren, Netzwerk- und Kommunikations-Chips, Hochleistungsspeicher und programmierbaren Logikbausteinen. Durch das Geschäft u.a. mit Microsoft Windows kompatiblen Chips zählt das Unternehmen heute wieder zu den führenden Herstellern. Hierfür musste AMD hohe gesetzliche Hürden überwinden, bevor eigene Versionen produziert werden durften. Mittlerweile wurden auch wider Rekordzahlen beim Umsatz und Gewinn erzielt. Im Jahre 1995 trafen sich erstmals führende Manager von AMD und NexGen, was dazu führte, das NexGen von AMD übernommen wurde. Auch die Entwicklung des AMD-K6 Prozessors signalisierte die absolute Überlegenheit des Unternehmens. 1999 wurde der AMD Athlon Prozessor eingeführt, somit konnte das Unternehmen einen eigenen, industrieweit führenden Windows-kompatiblen Mikroprozessor entwickeln und produzieren. Mit einer breiten Palette von Flash-Speicher- und Mikroprozessor-Produkte hatte AMD sich für den Start ins neue Jahrtausend gut positioniert. Im Jahr 2000 liegen die Umsätze von AMD im ersten Quartal erstmals über 1 Milliarde US Dollar, weiterhin wird das Geschäftsgebiet "Kommunikationsprodukte" verkauft. Hat Unternehmen hat heute ca. 15.000 Mitarbeiter an mehreren Standorten weltweit, im Finanzjahr 2005 lag der Umsatz bei 5,8 Milliarden US Dollar.

Produktpalette:

Mikroprozessoren, Chipsätze, Grafikchips und System-on-Chip-Lösungen für die Computer-, Kommunikations- und Endverbraucherbranchen.

Besonderheit:

Zum seinem fünften Geburtstag führte AMD eine Veranstaltung ein, die mittlerweile zur festen Tradition geworden ist: die alljährliche Galaparty, welche auch schon in Form eines Straßenjahrmarktes gestaltet wurde, an dem die Mitarbeiter und ihre Familien teilnahmen.


MARKEN-Tags

Mikroprozessoren Chipsätze Grafikchips

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