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Agfa

  
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Agfa


Agfa
Gründungsjahr: 1867
Gründer: Paul Mendelssohn Bartholdy, Carl Alexander von Martius
Hauptsitz: Mortsel, Belgien

Entstehung des Firmennamens:

Dieser ist die Abkürzung für: Aktien-Gesellschaft für Anilin-Fabrikation

Geschichte:

Die Agfa-Gevaert-Gruppe gehört zu den weltweit führenden Unternehmen bei Imaging-Lösungen und Informationstechnologien. Agfa entwickelt, produziert und vermarktet analoge und digitale Systeme für die Druck- und Medien-Industrie (Agfa Graphics), für das Gesundheitswesen (Agfa Health Care) sowie für spezielle industrielle Anwendungen (Agfa Materials). Das Unternehmen agiert in 40 Ländern und verfügt weltweit in weiteren 100 Ländern über Vertretungen. 2006 erzielte die Agfa-Gevaert-Gruppe einen Umsatz von 3.401 Mio. Euro.

Die beiden Chemiker Carl Alexander von Martius und Paul Mendelssohn Bartholdy gründeten das Unternehmen im Jahre 1867 unter dem Namen Gesellschaft für Anilinfabrikation mbH in Rummelsburg, 1872 wurde die Chemische Fabrik von Dr. Jordan in Berlin-Treptow dazugekauft, welche insbesondere Farbstoffe produzierte. Aus dem Zusammenschluss beider Firmen ging im Juli 1973 die Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrikation hervor, die Bezeichnung AGFA folgte im April 1897, 1924 erschien erstmals das bekannte Agfa-Logo. Im Jahre 1878 wurden die Produktionsanlagen in Treptow erweitert, 1882 wurde ein wissenschaftliches Labor eingerichtet und es folgte ein Zweigwerk in Greppin. Da es jedoch schwierig war, dort Filmmaterialien zu fertigen, wurde ein eigenständige Filmfabrik gebaut, das Werk wurde Agfa Wolfen (nach dem Standort) genannt.

Mit Beginn des 1. Weltkrieges stieg die Nachfrage nach Film für die Luftbildfotografie und Röntgenplatten auch wurden Gasmasken produziert, im Laufe dieser Zeit stieg die Zahl der Mitarbeiter auf über 1.000 an. Bereits 1885 kam es zu Patentstreitigkeiten, worauf man sich auf die gemeinsame Nutzung der Patente einigte. Hieraus ergab sich im Jahre 1904 die Interessengemeinschaft Farbstoffchemie, zu welchem die BASF, Bayer und die Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrikation gehörten, woraus 1925 die I.G. Farbenindustrie AG wurde, Agfa übernahm dabei die Fotochemie. Da die Agfa-Fabriken nach dem 2. Weltkrieg in verschiedenen Besatzungszonen lagen, wurde ein erneuter Zusammenschluss schwierig, schließlich wurde von den Hohen Kommissaren ein Verbleib bei Bayer gestattet, so wurde 1952 die Agfa AG in Leverkusen gegründet. 1953 wurden die Agfa-Camerawerk AG gegründet, 1957 wurden die beiden Firmen zur Agfa AG Leverkusen zusammengefasst. Das ostdeutsche Pendant bereitete Agfa Probleme, da die Filmfabrik in Wolfen ihre Produkte ebenfalls mit dem Agfa-Logo verkaufte. Schließlich kam es 1956 zu einem Warenzeichenabkommen, nach welcher die Filmfabrik Wolfen den Markennamen im Ostblock benutzen durfte und Leverkusen in der restlichen Welt (abgesehen von Frankreich und Jugoslawien). In der Folgezeit gelangten jedoch immer wieder ostdeutsche Agfa-Produkte auf den westdeutschen Markt, so dass man 1964 in Wolfen auf den Namen ORWO überging. In den Jahren zwischen 1950 und 1960 wurden mehrere kleinere Firmen übernommen, um alle Kameraverschlüsse und Belichtungsmesser selber bauen zu können, arbeitete Agfa auch mit Uhrenherstellern zusammen. 1964 wurden die Perutz Photowerke in München übernommen, des weiteren kam es zur Gründung der Agfa-Gevaert-Gruppe, jfür diesen Zusammenschluss musste Agfa alle Beteiligungen an fremden Firmen in eigenen Besitz umwandeln. 1981 wird die Gruppe vollständig von der Bayer AG übernommen. Im Jahre 1982 werden aus Kostengründen die eigenen Kameraproduktionen in München, Rottenburg und Coimbra (Portugal) aufgegeben, dies kostet ca. 3.800 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. 1983 beginnt die Zusammenarbeit mit Copal Copal, einem japanischen Unternehmen, im Minilab-Segment, 1990 wird in Gera ein Zweigbetrieb als GmbH gegründet, welcher 1991 hundertprozentige Tochter der Agfa-Gevaert-AG wird. Im Jahre 1999 geht das Unternehmen an die Börse, im Jahre 2000 liegt der Nettoumsatz bei 5,26 Milliarden Euro. Anlässlich des Verkaufs der Imaging-Sparte an das Unternehmen Agfa Photo und infolge der Insolvenz im Jahre 2004, übernimmt das lokale Management 2005 das Teilunternehmen, welches unter dem Namen "Askion GmbH Gera" weitergeführt wird. Im August 2004 trennt sich Agfa formal von der Film- und Fotopapierproduktion, Anfang 2005 kauft die belgische Agfa-Gevaert Group die GWI AG Bonn, der Zukauft unterstreicht die konsequente Ausrichtung auf den Geschäftsbereich Healthcare. Im Mai 2005 stellt die AgfaPhoto GmbH den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit. Der Insolvenzverwalter Hans-Herd Jauch wird hierauf zum Geschäftsführer benannt. Als Gründe für die Insolvenz wurden u.a. der Preisverfall im Filmbereich genannt, ein Versuch, das Unternehmen im Ganzen zu verkaufen, schlug jedoch fehl. Im Dezember 2007 gewann die insolvente AgfaPhoto Holding den Rechtsstreit gegen den ehemaligen Mutterkonzern. Im Laufe des Jahres 2007 wurde Agfa-Gevaert in 3 Gesellschaften aufgeteilt (Agfa HealthCare, Agfa Grafics und Agfa Materials), durch diese Aufspaltung sollen die führenden Positonen der einzelnen Sparten in ihren Märkten gestärkt werden.

Produktpalette:

Produkte für Druck und Druckvorstufe, spezielle Fotomaterialien, IT im Gesundheitswesen

Besonderheit:

Bei den kinematografischen Filmen gelang es Agfa bereits 1901, mit einer selbstkonstruierten Maschine konkurrenzfähige Produkte herzustellen. Die leichte Entflammbarkeit stellte bei den Kinofilmen jener Tage noch ein großes Problem dar, und so stellte Agfa im Jahre 1908 den ersten Sicherheitsfilm vor, welcher aus schwerer entflammbarem Material hergestellt wurde.


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Druckprodukte Fotomaterialien

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